Wassenberg - Fotograf Matthias Meyer: Gespür für den richtigen Augenblick

Fotograf Matthias Meyer: Gespür für den richtigen Augenblick

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
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Die Sandberge von Forst oben im Hintergrund, erklärt Matthias Meyer einer Besucherin, wie die Aufnahme vom Kreisverkehr in Ophoven mit der Silhouette der Wallfahrtskirche entstanden ist. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg. „Das ist doch in Mexiko!“ Der erstaunte Bergfried-Besucher war eigentlich gekommen, um sich die Ausstellung mit Fotos aus Wassenberg anzuschauen. „Schönes in und um Wassenberg“ lautete der Titel, der ihn motiviert hatte, die 100 Stufen zum Ausstellungsraum zu erklimmen.

Fotograf Matthias Meyer, Fotograf aus Leidenschaft und Mitarbeiter in einem Wassenberger Kieswerk, klärte ihn auf. Nein, nicht Mexiko sah der Betrachter, sondern die Sandberge in der Forster Kiesbaggerei nach Feierabend, wenn die Sandaufschüttungen hier und da nach unten „abreißen“ und sich das Bild einer bizarren Felsformation ergibt.

Nicht minder staunten die Betrachter der 50 großformatig gedruckten Fotos aber auch bei bekannten Motiven, wie etwa dem des Kreisverkehrs in Ophoven. Meyer hatte hier für sein Foto am frühen Morgen genau den Zeitpunkt ausgewählt, an dem das Licht genau durch die kleinen Fenster der Kirchensilhouette mitten auf dem Kreisverkehr scheint.

Überhaupt ist das ein Merkmal, das sich durch alle Arbeiten Meyers zieht. Er bearbeitet seine Fotos nicht, er belässt sie so, wie er sie aufgenommen hat. „Er wartet den richtigen Zeitpunkt ab“, so Sepp Becker, Vorsitzender des Wassenberger Heimatvereins, in seiner Einführung zur Ausstellung. Gemeinsam mit der Stadt hat der Verein sie organisiert.

In der heute sehr schnelllebigen Welt werde Vieles ganz einfach übersehen, so Becker weiter. „Ein Fotograf macht uns etwas bewusst, was wir sehen könnten, aber nicht sehen, weil wir in unserem Alltag zu beschäftigt sind.“

„Wir müssen noch ein paar Stühle kaufen. Es kommen immer mehr Leute“, war der Wassenberger Bürgermeister Manfred Winkens ebenso erstaunt wie der Aussteller selbst. Die Ausstellung zeige nicht nur Schönes um den Bergfried herum, sondern den Besuchern auch den Bergfried selbst, lud Winkens auch in die nächste Etage ein, wo Meyer weitere Fotos seiner Ausstellung zeigte, hier vor allem seine Fotografien einheimischer Tiere.

Noch in diesem Jahr ist eine weitere Ausstellung geplant mit den Schönheiten des Kreises Heinsberg.

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