Forstwirtschaftsplan: Einnahmen beim Holzeinschlag höher als Kosten

Von: anna
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Wassenberg. Ein erfreuliches Ergebnis sagt der Forstwirtschaftsplan der Stadt Wassenberg für dieses Jahr voraus. Der vom Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde erstellte Plan prognostiziert Einnahmen aus Holzeinschlag in Höhe von 51.000 Euro. Dem stehen Kosten in Höhe von knapp 29.500 Euro gegenüber.

Seit 2007 kooperiert der Wassenberger Stadtbetrieb eng mit dem Regionalforstamt. Von dort kam Oberforstrat Jochen Knoth, der den Plan dem Verwaltungsrat des Stadtbetriebs jetzt im Rathaus erläuterte.

Der Holzeinschlag ergebe sich im Rahmen des Nabu-Projekts „Anlage von trockenen Eichenwäldern“, erklärte Knoth. Dieser gehe in die zweite Runde. In einem ersten Teil seien nach dem Einschlag an der Roetgener Bahn auf acht Hektar wieder neue Eichen angepflanzt worden, rund 38 000 Pflanzen. Diese würden in diesem Jahr weiter gepflegt und freigeschnitten. „Wir hatten einen sehr, sehr guten Start“, erklärte er. Jetzt hoffe er auf gute Witterung und darauf, „dass der Wildverbiss nicht zu arg wird.“

Weitere Aufforstungen seien geplant im Bereich der Wingertsmühle und im Bereich des Birgelener Pützchens, im Marienbruch. Hier sei der Fichtenbestand durch Wind und Borkenkäferbefall in Mitleidenschaft gezogen worden. Geplant ist hier jetzt eine Mischung aus verschiedenen Laub- und Nadelhölzern. Fichten seien hier ungeeignet, weil sie ab einem bestimmten Alter „unter Wasserstress“ geraten würden, beantwortete Knoth die Frage, warum keine neuen Fichten angepflanzt würden. Sie seien nach dem Krieg gepflanzt worden, weil es das Saatgut dafür gegeben habe. Hinzu gekommen seien jagdliche Aspekte.

Mit Hinweisen auf die Veränderung des Klimas und damit verbunden wärmere Wuchsbedingungen sei die Wahl auf die Große Küstentanne für neue Anpflanzungen gefallen, so Knoth. Sie könne mehr Trockenheit vertragen. „Das ist jedoch ein Entlanghangeln an Zukunftserwartungen ohne wissenschaftliche Belege“, räumte er ein.

„Es ist erfreulich, dass das Nabu-Projekt einen guten Start gefunden hat“, erklärte Bürgermeister Manfred Winkens. „Das ist für die Forstwirtschaft eine gute Sache. Wir vertrauen auf Ihre Sachkenntnis“, sagte er Knoth. Der Plan wurde einstimmig beschlossen.

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