Erkelenz - Forscherkarriere am Gymnasium: Jugendliche starten durch

Forscherkarriere am Gymnasium: Jugendliche starten durch

Von: hewi
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Landessieger und Vizemeister wurden die Schüler des Cornelius-Burgh-Gynnasiums, die Klaus-Josef Winkens betreut wurden. Repro: hewi
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Farbstoffe im Speiseeis waren ein interessantes Thema für die Steffen Rick und Stefan Maier vom Gymnasikum Hückelhoven, die damit Landessieger bei Jugend forscht wurden. Repro: koe

Erkelenz. Am Cornelius Burgh freut man sich über zwei Forscherteams, die auf Regional- und Landesebene mit ihren Arbeiten erfolgreich waren. Die Brüder Sebastian und Christian Storms analysierten die Duftstoffe von Blumen und Blüten und erreichten damit den ersten Platz in ihrer Altersklasse bei „Schüler experimentieren“ im Fachbereich Chemie.

Sie zerlegten die Duftstoffe mit Spektrometern und brachten sogar ein Spektroskopie-Verfahren der RWTH in Aachen zum Einsatz, um an ihre Ergebnisse zu gelangen. Das überzeugte die Juroren in Krefeld und bescherte den Zwillingen den ersten Platz.

Der Wettbewerb „Schüler experimentieren“ ist speziell für Schüler bis 15 Jahren konzipiert. In der nächsthöheren Altersklasse waren die beiden Abiturienten Tobias Krückel und Maximilian Küppers mit ihrer Arbeit über die Chemie des Bodens und die Auswirkungen von Chemikalien auf das Grundwasser erfolgreich.

Leistungsschau für Konzerne

Sie schafften es im Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ bereits zum dritten Mal auf den zweiten Platz. Das reicht zwar nicht für Qualifizierung für den Bundesentscheid, doch die Platzierung hat Maximilian bereits eine Ausbildungsstelle bei Bayer Leverkusen eingebracht. Denn: Die Präsentationen der Arbeitsergebnisse sind auch immer eine Leistungsschau, auf der sich Arbeitgeber aus der Industrie nach potenziellen Arbeitnehmern umschauen.

Der Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ richtet sich an junge Nachwuchswissenschaftler von 15 bis 21 Jahren.

Das Niveau der Arbeiten und auch deren Präsentation vor einem Fachpublikum habe durchaus bereits wissenschaftlichen Charakter, betonte Klaus-Josef Winkens, der die Chemie-AG am Cornelius Burgh leitet. Der pensionierte Chemieingenieur hat die AG vor fünf Jahren mit einem Schüler ins Leben gerufen. Heute arbeiten 12 Schüler an ihren Projekten, die sie auch regelmäßig bei den Wettbewerben einreichen. Dabei wird auch fachübergreifend gearbeitet.

Die Arbeit von Küppers und Krückel verbindet Geowissenschaften mit Biologie und Chemie. „Es fließt die gesamte schulische Ausbildung in die Arbeit ein“, betont Winkens. Denn die Ergebnisse wollen auch ansprechend und rhetorisch ausgereift vorgestellt werden. „Die Arbeiten stellen schon eine Referenz dar für die weitere Ausbildung der Schüler“, ist er sich sicher.

Im Keller bauten die beiden jungen Forscher eine Apparatur auf, mit der die Versickerung des Wassers im Boden simuliert werden konnte. Regelmäßig wurden Messergebnisse gewonnen und analysiert. Die Schüler forschten unter anderem auf der Ratheimer Halde, um an die notwendigen Daten zu gelangen.

Sonderpreis

Über einen Sonderpreis konnte sich Maike Köster beim Landesentscheid für ihre Arbeit freuen. Sie hatte im Feld „Arbeitswelt“ die Beschaffenheit der Getränkeverpackungen bei SIG Combibloc untersucht.

Klaus-Josef Winkens, der eigentlich Pensionär ist, empfindet die Arbeit mit den jungen Forschern als eine „tolle Aufgabe“. Vor allem, weil die Schüler interdisziplinär arbeiten und forschen müssen, um an ihre Ergebnisse zu gelangen. Und auch er hat sich dafür eine Nominierung eingehandelt. Denn er ist der erfolgreichste Betreuungslehrer im Regionalwettbewerb Niederrhein. Mit der Arbeit an den neuen Projekten für den nächsten Wettbewerb haben er und seine Schüler bereits begonnen. Sebastian und Christian Storms werden sich dabei der Untersuchung der Niersquelle zugewendet.

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