Fördergelder: Statt Leader-Region nun Vital.NRW

Von: tp
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Der Westzipfel gibt Heinsberg, Gangelt, Waldfeucht und Selfkant den Namen für das neue Förderprogramm. Foto: Stefan Klassen

Kreis Heinsberg. Als „Leader-Region“ hatte das Quartett Heinsberg, Gangelt, Selfkant und Waldfeucht keinen Erfolg – die Bewerbung für die neue Förderperiode wurde bekanntlich abgelehnt. Für zehn Regionen in Nordrhein-Westfalen ergibt sich nun aber doch die Möglichkeit, an begehrte Fördergelder zu kommen – und zu denen gehören die vier Kommunen des Kreises Heinsberg.

Sie firmieren als „Westzipfelregion“ im Förderprogramm mit dem Namen Vital.NRW. Das steht für verantwortlich, innovativ, tatkräftig, attraktiv und ländlich.

„Wir wurden berücksichtigt, und wir sind froh darüber“, sagte der Gangelter Bürgermeister Bernhard Tholen am Mittwochabend im Hauptausschuss der Gemeinde. Dort wurde über den Beitritt der Kommune zum Verein „Westzipfelregion“ entschieden. Die Entscheidung wird in allen vier Kommunen zweifellos positiv ausfallen, denn wie beim Leader-Programm gibt es Fördergeld in Millionenhöhe. Vital.NRW-Regionen erhalten gestaffelt nach Einwohnergröße ein Förderbudget. „Die vom Land zur Verfügung gestellten Mittel sollen für unsere Region bei 1,35 Millionen Euro liegen“, heißt es in der Sitzungsvorlage für die Gangelter Politik. Diese Summe wird dann um einen Eigenanteil ergänzt, der aber auch in Form von Spenden oder Sponsoring aus der Wirtschaft dargestellt werden kann. Er liegt für die vier Westzipfler bei 300.000 Euro.

Ebenfalls wie bei Leader wird ein Regionalmanagement mit einer Vollzeitstelle eingerichtet. Für den 21. Dezember ist die Gründungsveranstaltung des Vereins im Heinsberger Rathaus terminiert. „Es könnte nach Karneval losgehen“, erklärte Tholen am Mittwoch.

Damit es losgeht, muss allerdings die Bevölkerung mitspielen. Denn Vital.NRW ist ein sogenannter „Bottom-Up-Prozess“. Will heißen: Jeder kann mitmachen. Es ist sogar festgelegt, dass in der Mitgliederversammlung des Vereins die normalen Bürger eine Mehrheit gegenüber den abgeordneten Ratsvertretern (fünf pro Kommune) und den vier Bürgermeistern haben müssen. Inhaltlich können Ideen für Projekte, die für die Bewerbung zur Leader-Förderung erarbeitet wurden, natürlich übernommen werden.

Aber auch neue Anregungen sind jederzeit denkbar. „Unsere ländlichen Regionen sind pulsierend, innovativ und wirtschaftlich stark. Unsere Zukunft in NRW hängt stark von diesen Regionen ab. Deshalb wollen wir sie stärken“, hatte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel (Grüne) bei der Bekanntgabe der zehn Vital-Kommunen gesagt. „Der Vorteil des Landesprogramms Vital.NRW ist, dass die bürgerschaftlichen Prozesse auf einem intensiven Heimatgefühl basieren. So entstehen Projekte, die durch Bürgernähe und Bodenständigkeit vor Ort erfolgreich sind. Probleme vor Ort werden mit den besten Ideen auch vor Ort gelöst.“

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