Flüchtlingsunterbringung: Wegberg sieht Kapazitätsgrenze erreicht

Von: mb
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Platz für Flüchtlinge: die ehemalige britische Wohnsiedlung in Wegberg-Petersholz. Foto: hewi

Wegberg. „Alle nutzbaren Unterkünfte in der Stadt Wegberg sind mit insgesamt 263 Flüchtlingen überbelegt“, teilte die Erste Beigeordnete der Stadt Wegberg, Christine Karneth, in der jüngsten Ratssitzung zum Thema Flüchtlinge mit. Die Kapazitätsgrenze sei – auch bei den handelnden Mitarbeitern im Fachbereich Bildung und Soziales – mehr als erreicht.

Die Flüchtlingsunterkünfte auf dem Gebiet der ehemaligen britischen Wohnsiedlung in Petersholz (Zentrale Unterbringungseinrichtung, Notunterkünfte des Kreises Heinsberg und belegbare Plätze der Johanniter) sollen auf das Kontingent der Stadt Wegberg angerechnet werden, hatte die Bezirksregierung versprochen. 543 Plätze insgesamt werden dort bis Anfang November zur Verfügung stehen. Trotzdem sind der Stadt Wegberg 13 weitere Flüchtlinge zugeteilt worden.

Gegen die Zuweisung hat sich die Stadt Wegberg bei den Bezirksregierungen Köln und Arnsberg beschwert – und erhielt nach Angaben der Verwaltung die Auskunft, dass die Plätze der Zentralen Unterbringungseinrichtung und des Kreises Heinsberg intern den zuweisenden Stellen noch nicht vorgelegen und daher keine Berücksichtigung bei der Zuteilung gefunden hätten.

„Es kann aber nicht sein, dass die organisatorischen Probleme in der Bezirksregierung zu Lasten der Stadt Wegberg gehen“, monierte CDU-Fraktionschef Georg Gellissen. Selbstverständlich habe man die Menschen aufgenommen, denn man werde diesen Streit nicht auf dem Rücken der Flüchtlinge austragen, so die einhellige Meinung in Rat und Verwaltung.

Derzeit werden zwei Mobilheime in Arsbeck aufgebaut. Die ersten Plätze können dort voraussichtlich Anfang November belegt werden.

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