Flüchtlingshilfe: Freiwillige und Verwaltung verzahnen

Von: eska
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Dass für die Betreuung der Flüchtlinge nicht nur ausreichend Wohnraum – wie hier die neue Unterkunft in Neuhaus – vonnöten ist, sondern auch eine optimale Koordination, meinen die Fraktionschefs von SPD, CDU, FDP und Grünen. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. In einem gemeinsamen Antrag an den Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen fordern die Ratsfraktionen von SPD, CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen, dass der Stadtrat über die Schaffung der „Funktion eines Koordinators für Flüchtlingsangelegenheiten“ beraten und beschließen soll. Dazu solle die Verwaltung vorab die Möglichkeit einer externen Finanzierung und Kooperation prüfen und dem Rat darüber berichten.

Die Fraktionschefs Rainer Rogowsky (SPD), Rainer Merkens (CDU), Werner Krahe (FDP) und Beate Schirrmeister-Heinen (Bündnis 90/Die Grünen) begründen ihren Antrag damit, dass die Aufgabe, Flüchtlinge zu versorgen, unterzubringen und zu betreuen weiterhin eine Herausforderung für Erkelenz und die Stadtverwaltung sei und mit der Einsetzung eines Flüchtlingskoordinators besser bewältigt werden könne. „Die Stadt stützt sich dabei im Wesentlichen auf die engagierte Erkelenzer Bürgerschaft. Denn viele Bürgerinnen und Bürger haben sich mittlerweile in Vereinen und Initiativen ehrenamtlich mit der Lage, den Bedürfnissen und Problemen von Flüchtlingen, seien es Familien, einzelne Personen oder auch unbegleitete Jugendliche, auseinandergesetzt und sich hier besonders engagiert“, heißt es in dem Antrag. „Dabei ergeben sich naturgemäß eine Reihe von Schnittstellen mit den unterschiedlichen Ämtern, Aufgaben und Zuständigkeiten der Stadt Erkelenz.“

Administrative Probleme lösen

Bislang liege es „in erster Linie in den Händen der ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger, sich zur Regelung der verschiedensten Angelegenheiten, die eine Beteiligung der Stadtverwaltung bedürfen, in den städtischen Zuständigkeiten zurecht zu finden und selbst zu koordinieren. Diese zusätzlichen Belastungen erschweren im Einzelfall die Lösung von administrativen Problemen“, so die vier Fraktionsvorsitzenden in dem laut Rogowsky von der SPD initiierten Antrag. „Aus diesem Grunde fordern wir, innerhalb der Verwaltung die Funktion eines Koordinators einzurichten. Diese Funktion soll in erster Linie die Verbindung zu den ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfern sowie den ehrenamtlich aktiven Vereinen und Initiativen herstellen und deren Anliegen innerhalb der Stadtverwaltung koordinieren.“

Die Funktion eines Koordinators für Flüchtlingsangelegenheiten könne „durch eine bessere Koordination in der Verantwortung der Stadtverwaltung zusätzliche Belastungen für alle Beteiligten verhindern oder auch minimieren.“

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