Flüchtlingsfamilien feiern internationales Frühlingsfest

Von: defi
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Bert Wirtz, Louisa Classen, Wolfgang Paulus, Gülsen Litherland, Klaus Wirtz und Sebastian Walde (v.l.n.r.) freuten sich mit der Gruppe „Aghani“ (im Hintergrund) über ein gelungenes Internationales Frühlingsfest. Foto: defi
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Die Festhalle Oberbruch war Treffpunkt vieler Nationen beim Internationalen Frühlingsfest von Mobau Wirtz & Classen. Foto: defi

Heinsberg-Oberbruch. Zum Internationalen Frühlingsfest hatte die Unternehmensgruppe Mobau Wirtz & Classen eingeladen. Mit Unterstützung der Stadt Heinsberg und ihrem Integrationsbeauftragten Wolfgang Paulus sowie des Deutschen Roten Kreuzes mit Gülsen Litherland vom Kristallisationspunkt wurde in der Festhalle Oberbruch gefeiert. Eingeladen waren Flüchtlingsfamilien aus dem Stadtgebiet Heinsberg.

Louisa Classen und Bert Wirtz hatten die Idee, in diesem Jahr ein Frühlingsfest für Flüchtlingsfamilien zu organisieren und auf diese Weise die Reihe der caritativen Veranstaltungen fortzusetzen. Traditionell verzichtet die Unternehmensgruppe auf Kundenpräsente zur Weihnachtszeit und engagiert sich stattdessen im sozialen Bereich wie etwa vor zwei Jahren bei der Heinsberger Tafel. Bert Wirtz: „Wir wollen als Unternehmen unserer sozialen Verpflichtung nachkommen.“ Und Louisa Classen unterstrich: „Wir wollen zeigen, dass man als Unternehmen etwas tun kann.“

„In unserer Unternehmensgruppe beschäftigen wir Menschen aus 28 Nationen“, bemerkte Bert Wirtz und fügte schmunzelnd hinzu, „von mir aus können es gerne 30 werden.“ Sebastian Walde, evangelischer Pfarrer der Kreisstadt, richtete neben den Gastgebern ein Grußwort an die circa 350 geladenen Besucher des Frühlingsfestes.

Pfarrer Walde hieß die Gäste auf Arabisch willkommen, und zwar so, dass diese ihn tatsächlich verstanden, wie der herzliche Applaus für diese kühne Tat bewies. Für alle die kein Arabisch verstanden, begrüßte Sarah Mehdi, vor neun Monaten aus dem Iran nach Unterbruch gekommen, mit einem perfekten „Herzlich willkommen“.

Das Deutsche Rote Kreuz kümmerte sich um den organisatorischen Ablauf des Festes und konnte dabei auf die Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Helfer zählen, die als Flüchtlinge nach Heinsberg gekommen sind. An der Popcornmaschine wirkte Sainey Fofana.

Für den internationalen Sound sorgten die DJs Modar Alkanbar und Fares Alshourpji. Auf der Bühne sorgte die international zusammengesetzte Gruppe „Aghani“ um Agnes Erkens vom Katholischen Bildungsforum für beste Unterhaltung, getreu ihrem Motto „Sing uns Dein Lied“. Sie boten einen tollen Mix, der die Einflüsse der verschiedenen Herkunftsländer dieser Musiker wiedergab vom Irak, der Türkei, Syrien und Heinsberg-Braunsrath bis Köln-Nippes.

Ebenso international wie das Musikprogramm war auch das reichhaltige Speisenangebot am Buffet. Wie hatte Pfarrer Sebastian Walde doch so treffend gesagt: „In Deutschland gibt es ein Sprichwort, das lautet: Die Liebe geht durch den Magen.“ Kais Alitki, für das DRK als Dolmetscher tätig, gelang es nach schmunzelndem Zögern, auch dieses etwas schwierige Übersetzungsproblem zu lösen.

Louisa Classen hofft darauf, dass mit diesem Fest auch über den Tag hinaus nachhaltig etwas zu bewirken ist. Nicht nur die vielen Präsente für die Kinder könnten dabei mithelfen, sondern auch die vielen Begegnungen rund um das erste Internationale Frühlingsfest in Heinsberg.

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