Heinsberg-Karken - Flüchtlinge in Karken laden zum syrisch-arabischen Buffet ein

Flüchtlinge in Karken laden zum syrisch-arabischen Buffet ein

Von: anna
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Ehrenamtliche Helfer, Nachbarn, Freunde sowie Vertreter von Kirche und Politik waren der Einladung der in Karken lebenden Flüchtlinge gerne gefolgt. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Karken. Wie in vielen anderen Teilen der Stadt Heinsberg leben auch in Karken Flüchtlinge – in drei privaten Unterkünften, fünf an der Karkener Straße, sechs an der Roermonder Straße und zwölf in einem Haus an der Straße End.

Inzwischen hat sich hier zugleich eine Gruppe ehrenamtlich engagierter Menschen zusammengefunden, die diese Flüchtlinge unterstützt, vor allem durch zusätzliche, ebenfalls ehrenamtlich angebotene Sprachkurse. Sie hilft aber auch bei Behördengängen oder ist ansprechbar bei ganz alltäglichen Problemen. Schließlich engagiert sich die Gruppe bei der Suche nach Praktika und Arbeitsplätzen.

In der Unterkunft an der Straße End haben sich die Flüchtlinge nun ihren Helfern gegenüber mit einem kleinen Fest erkenntlich gezeigt. Sie hatten für ihre Gäste, zu denen auch Nachbarn sowie Vertreter aus Kirche und Politik gehörten, ein syrisch-arabisches Buffet vorbereitet, stammen doch die meisten von den in Karken lebenden Flüchtlingen aus Syrien.

Rainer Minkenberg zog dabei für die Flüchtlingsarbeit ein überaus positives Resümee: „Die Ausstattung der Flüchtlingsunterkünfte in Karken ist überdurchschnittlich gut bis hervorragend“, erklärte er. „Viele Flüchtlinge haben schon einen Praktikumsplatz oder eine Arbeit.“ Viele der in Karken lebenden Flüchtlinge würden zudem bereits gut Deutsch sprechen und seien sehr motiviert. „Mit keinem Flüchtling aus Karken gibt es Probleme, alle sind nett und freundlich“, so Minkenberg.

Fünf Jahre im Gefängnis

Zu berichten wusste er aber auch von den Schicksalen der Menschen, die von weit her gekommen und in Karken ein neues Zuhause gefunden haben. Zwei der Syrer seien in ihrem Land in Gefängnissen gefoltert worden. Ein syrischer Journalist habe fünf Jahre in einem Gefängnis zugebracht, „fünf Jahre in Dunkelheit in einem Drahtkäfig, 1,20 Meter hoch und breit“, sagte Minkenberg. Ein anderer Syrer, der jetzt in Karken lebt, erzählte mit Hilfe eines Dolmetschers, zuvor in seinem Heimatland als Profi-Schiedsrichter tätig gewesen zu sein.

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