Flachsfeld Erkelenz: Einzig überlebende Bürgergemeinschaft

Von: mb
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Jubilare der Bürgergemeinschaft Flachsfeld Erkelenz. Foto: Monika Baltes

Erkelenz/Wegberg. Seit 40 Jahren teilen die Mitglieder der Bürgergemeinschaft Flachsfeld Erkelenz Freud und Leid. Das Jubiläum feierten sie unter dem Motto „Flachs zu Flachs“ im Flachsmuseum Wegberg.

Auf einst blühenden Flachsfeldern entstand in den 50er Jahren ein neues Wohngebiet, das Flachsfeld. Heute wird dieser Bereich durch die Tenholterstraße, Goswinstraße, Aachener Straße und einem Grüngürtel eingegrenzt. Die 1975 gegründete Bürgergemeinschaft, die einzige überlebende Bürgergemeinschaft in Erkelenz, ging damals mit einem umfangreichen Sozial- und Aktivprogramm an den Start. Ein ansehnlicher Veranstaltungskalender, persönliche Betreuungen und auch kommunalpolitische Einflüsse sorgten dafür, dass sie schnell an Ansehen gewann. Geschäftsführer Klaus Labahn erinnerte an die Meilensteine, die großen Geschichten und kleinen Anekdoten: von Tränen bei der Wahl der „Flachsblume“, von einer Festwoche, die beinahe in den Ruin geführt hätte, von Kellerfrauen, die an selbstgebackenen Kuchen und schmackhaften Salaten zu erkennen waren.

Vieles hat sich verändert in 40 Jahren; die Wahl der „Flachsblume“ gibt es mangels jugendlichem Nachwuchs nicht mehr, einen Maibaum, einen Ausflug, den Martinszug und die Weihnachtsfeier schon. Der jährliche Mitgliedsbeitrag von 18,40 DM bei der Gründung wurde nach der Währungsumstellung bis heute mit zehn Euro konstant gehalten.

Heinz Röbers leitet seit 2007 die Bürgergemeinschaft. Fehlende Freiflächen für Veranstaltungen, die Schließung der Vereinsgaststätte und mangelnden Nachwuchs hat der Verein zu beklagen. Dennoch schloss Klaus Labahn seinen Rückblick optimistisch: „Mit einem engagierten Vorstand und gesunder finanzieller Grundlage wird die Bürgergemeinschaft kraftvoll und zukunftsorientiert die nächsten zehn Jahre angehen.“

Sowohl der Wegberger Bürgermeister Michael Stock als auch der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Erkelenz, Walter von der Forst, überbrachten Glückwünsche. Gleich 27 Jubilare waren zu ehren, allesamt Mitglieder, die der Bürgergemeinschaft seit den Anfangsjahren angehören. Vorsitzender Heinz Röbers überreichte die Urkunden, ergänzt durch einen kleinen Blumengruß für die Damen und eine Anstecknadel für die Herren.

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