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„FKK beim Dampfwirt“: Theaterstück auf Platt begeistert das Publikum

Von: kath
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Spielszene
Pastor Gabriel versteht die Welt nicht mehr: Die Theatergruppe der Kirchhovener Schützen brillierte bei ihrem Auftritt am Familienabend. Foto: Katharina Hensel

Heinsberg-Kirchhoven. Konkurrenzneid, Baugenehmigung und Moralverfall sind wohl die besten Schlagwörter, die das Theaterstück der eingeschworenen Laienspielgruppe der St.-Hubertus-Schützen Kirchhoven beschreiben.

Das ausgesuchte Stück „FKK beim Dampfwirt“ wurde durch die Gruppe in Platt umgewandelt und sodann als Dreiakter „Nüscheriche und Näcksche“ anlässlich des Familienabends der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft in der voll besetzten Mehrzweckhalle gespielt.

Der Vorhang hob sich, und ein beeindruckendes Bühnenbild mit dem Gasthaus „Zum Birkenhain“ am Horstersee erschien. Dort wartet Gastwirt Schöppe Paul (Gerd Geiser) auf die Baugenehmigung dafür, sein Gasthaus zu einem modernen Fremdenheim umbauen zu können. Doch Tochter Tina (Kerstin Baltes) glaubt nicht an die Zustimmung von Bürgermeister Nötte Jupp (Christoph Geiser).

Als auch noch Gast Bianka Küppers (Vera Geiser) ein Zimmer haben will und sich herausstellt, dass sie das Gasthaus mit der Pension von Bürgermeister Nötte Jupp verwechselt hat, sieht Tina schwarz: „Wenn dat rauskütt, kriegste deine Baugenehmigung nie!“. Und damit sollte Tina Recht behalten.

Als die Hoffnung schon fast aufgegeben war, hatte Gast Bianka die Idee, das Dorf erst mal so richtig auf Trapp zu bringen und stellte ihren gewagten Plan vor: Ein Schild „Zum FKK-Strand“ und ein Zaun sollten Kirchhoven auf den Kopf stellen. „Dat könnte klappen“, gab auch Stefan, der Sohn des Bürgermeisters (Simon Storms), zu, der bis über beide Ohren in die Gastwirtstochter Tina verliebt ist.

Zaun und Schild wurden angebracht. Und die Neugierde der Dorfbewohner stieg. Bürgermeister Nötte Jupp schaute vorbei, um sich natürlich von der Unmoral zu überzeugen. Als er sich dann am Zaun hängend von seiner Frau Lena (Petra Claßen) erwischen ließ, blieb ihm nur die Ausrede: „Ech mosch doch ens kieke, of de Tuun och huur genog es!“.

Zu guter Letzt findet dann auch noch Pastor Gabriel Backes (Jürgen Houben) den Weg ins Gasthaus, natürlich nur, um den Sittenverfall am Sonntag in seine Predigt einbauen zu können. Bei Schöppe Paul und seinem Team wächst die Angst vor dem Aufflug des ganzen Schwindels: „Wat die vör en Bahei maake, mar wegen nem Schildchen!“.

Als die Köchin von Schöppe, Trinkes Anna (Sabine Heggen), ihrem Chef schließlich zur Notbremse rät, hat der auch schon einen Plan: Er gewährt Nötte Jupp den Zugang zum FKK-Strand, aber nur dann, wenn er vorher die Baugenehmigung bekommt. Damit der Schwindel aber nicht auffliegt, sollen in Null Komma Nix der Zaun und das Schild verschwinden.

„Wo sind all die Näksche hin?“

Innerhalb von wenigen Minuten brachte Nötte Jupp die Baugenehmigung und kurz darauf zweifelten Bürgermeister, Pastor und Feuerwehrmann Ferdi an ihrem Verstand: „Wo sind denn all die Näksche hin?“. Das Kirchhovener Publikum war restlos begeistert und belohnte die Darsteller mit lang anhaltendem Applaus.

Auch die Stars hinter der Bühne erhielten viel Beifall: Waltraud Philippen als Souffleuse und Regisseurin, Katja Ohligschläger als Souffleuse und Jaqueline Günther, zuständig für die Maske. Das Bühnenbild zauberten Firma René Timmermanns, Malermeister Thomas Jopen, Peter Geiser, Alfred Nießen und die Akteure selber.

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