Finanzielle Lage in Erkelenz besser als erwartet

Von: kl
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Erkelenz. Besser als ursprünglich erwartet stellt sich die finanzielle Lage der Stadt Erkelenz dar. Dies ergibt sich aus dem Entwurf des Jahresabschlusses 2012, den Kämmerer Norbert Schmitz dem Stadtrat vorlegte.

Der Etat 2012, der mit großer Mehrheit und gegen die Stimmen von Grünen und Bürgerpartei beschlossen worden war, schnitt im Ergebnis um rund 1,9 Millionen Euro günstiger ab als geplant.

Mit einem Minus von rund fünf Millionen Euro hatte Schmitz gerechnet. Tatsächlich weist das Jahresergebnis „nur“ ein Minus von rund 3,1 Millionen Euro aus. Ein Minus ist zwar kein Grund zur Freude, erfreulich aus Sicht des Kämmerers ist aber das geringere Minus, das er locker ausgleichen kann durch die Ausgleichsrücklage, die Ende 2011 ein Volumen von rund 6,7 Millionen Euro aufwies.

Nicht nur dieser Aspekt sorgt für Zuversicht hinsichtlich der finanziellen Ausstattung der Kommune. In einer Weiterentwicklung des Gesetzes über das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) hat das Land Nordrhein-Westfalen zugebilligt, positive Abschlüsse der Jahre 2007 bis 2011 rückwirkend der Ausgleichsrücklage zuzuführen. Zuvor mussten sie der allgemeinen Rücklage zugerechnet werden.

Da Erkelenz von 2007 bis 2009 rund 7,8 Millionen Euro als Plus erwirtschaftete, und dieser „Gewinn“ nun der Ausgleichsrücklage zugerechnet wird, beträgt diese nunmehr wieder rund 11,4 Millionen Euro. Auch wenn unterm Strich der Haushalt 2012 ausgeglichen ist, ist die Stadt „ärmer“ geworden. Ihr Vermögen hat sich um rund 3,6 Millionen auf rund 407,8 Millionen Euro vermindert. Zugleich stieg das Eigenkapital um 1,2 Millionen auf 323,4 Millionen Euro. Die Rückstellungen wuchsen um 2,5 Millionen auf 48,1 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten konnten um 8,2 Millionen auf rund 27,8 Millionen Euro reduziert werden.

Der Stadtrat nahm den Entwurf zur Kenntnis. Das Zahlenwerk wird nun im Rechnungsprüfungsausschuss unter die Lupe genommen.

Zufrieden ist Schmitz, dass die Stadt Erkelenz als eine der ersten Kommunen im Land NRW den Jahresabschluss 2012 als Entwurf vorlegen kann, auch wenn er sein ehrgeiziges Ziel verpasst hat, die Zuleitung bis zum 31. März vorgenommen zu haben, wie es die Gemeindeordnung vorschreibt.

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