FH-Studentin entwirft Bühnendesign für Electrisize-Festival

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Nora Wippermann (rechts) präsentiert auf der Diploma-Ausstellung der FH Aachen ... Foto: FH Aachen/Pia Willbrand
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... „ihre“ Tapuya-Themenwelt für das Electrisize in Erkelenz. Foto: FH Aachen/Inhouse-Agentur

Erkelenz. 15.000 Gäste werden am Wochenende beim größten Festival der Region erwartet. Über 80 DJs aus der ganzen Welt kommen zum Electrisize-Festival und legen dort zwei Tage lang auf. Das Areal des ehemaligen Klosters Haus Hohenbusch in Erkelenz wird dafür in drei große Erlebniswelten verwandelt.

„Tapuya“ ist eine davon, entworfen wurde sie von Nora Wippermann, Masterstudentin an der Fachhochschule Aachen. Im Rahmen ihrer Masterarbeit entwickelte die Jülicherin ein Konzept für das Bühnenbild, die Lichtinszenierung und die Gestaltung des Geländes inklusive Eingang, Rückzugsmöglichkeiten und Gastronomiebereich.

Studiert hat die 26-jährige Jülicherin den Masterstudiengang Kommunikations- und Produktdesign am Fachbereich Gestaltung; seit März hat sie am Entwurf gearbeitet. „Die letzten fünf Monate waren sehr intensiv und stressig“, räumt Nora Wippermann ein. „Bei diesem Projekt habe ich nicht nur dafür gearbeitet, eine gute Abschlussnote zu bekommen, sondern vor allem auch um einen realen Kunden – die Veranstalter des Festivals, aber auch 15.000 Gäste – zufriedenzustellen. Immerhin ist es mein erstes Großprojekt, das realisiert wird.“

„Sehr reduziertes Design“

Organisiert wird Electrisize von der KulturGarten GmbH. „Die Zusammenarbeit mit Nora war sehr entspannt und problemlos“, berichtet Michael Frentzen, einer der Geschäftsführer. Er ist bei Electrisize unter anderem für das Bühnendesign und die DJ-Bookings zuständig. „Über zwei Monate hinweg haben wir jede Woche über das Konzept gesprochen und gemeinsam ein Design entwickelt, das perfekt zu unserer Tapuya-Welt passt. Noras Bühnendesign ist sehr reduziert, fast schon minimalistisch – das ist quasi ein Spiegel für die Musik, die ja in diesem Bereich auch oft sehr minimalistisch ist.“

Das Thema des Elektromusikfestivals ist Energie, und das soll auch auf dem gesamten Festivalgelände sichtbar werden. Während die Hauptbühne die elektrische Energie symbolisiert, stellt die „Hardsize-Bühne“ maschinelle Energie dar.

Die Tapuya-Themenwelt macht das Trio komplett: „Sie verkörpert ein Energiethema, das seine Kraft aus den Quellen der Körperlichkeit, Naturbezogenheit und Spiritualität bezieht“, erklärt Nora Wippermann.

Tapuya ist der Name einer indigenen Amazonas-Kultur. Nach einigen Recherchen hat die FH-Studentin sich für die Treppe als elementares Motiv für ihr Gestaltungskonzept entschieden. „Bei süd- und mittelamerikanischen Tempelanlagen, wie die Maya sie gebaut haben, finden wir Treppen. Sie dienen dem Zweck, den Göttern näher zu kommen. Eine Treppe mit gleichmäßig angeordneten Stufen bildet darüber hinaus die elektrische Musik und ihren Rhythmus ab.“

Die zwölf Meter hohe Bühne besteht aus mehreren Stahlrahmen-Würfeln, einige Würfelseiten werden mit semi-transparentem Stoff bespannt. Dahinter setzt Wippermann mit Palmengewächsen grüne Akzente. „Die greifen nicht nur das Naturthema auf, sondern werfen interessante Schattenbilder, wenn die Lichtinszenierung einsetzt.“ Denn auch dazu hat die Studentin ein Konzept entwickelt.

Betreut wurde Nora Wippermann von Professor Ilka Helmig und Professor Matthias Rexforth, die ihrer Masterarbeit mit „sehr gut bewerteten.

Jetzt ist die Studentin gespannt, wie ihrer Arbeit am Wochenende beim Publikum ankommt.

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