Hückelhoven - Feuerwehr trainiert Rettung auf Autobahn

Feuerwehr trainiert Rettung auf Autobahn

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Mit Bedacht und schwerem Gerät: Die Hückelhovener Feuerwehr trainierte den Einsatz auf der Autobahn. Dabei mussten sie Personen aus einem Auto befreien.

Hückelhoven. Die Feuerwehr Hückelhoven hat ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis gestellt. Um das neue Einsatzkonzept im Stadtgebiet für die technische Rettung bei Verkehrsunfällen auf der Autobahn zu prüfen, wurde von der Zugführung des Zuges 1 ein anspruchsvolles Übungsszenario vorbereitet.

Das Szenario sah einen Verkehrsunfall auf der Autobahn vor, in den zwei Autos verwickelt waren. Dabei waren zwei Personen eingeklemmt. Sie mussten durch umfangreiche technische Rettungsmaßnahmen befreit werden.

Anforderungen erfüllt

Die Übung war nötig, wegen der Vorgaben der Bezirksregierung auf der Autobahn je nach Einsatzlage materielle und personelle Mindestanforderungen gelten. Durch eine Umstrukturierung der Feuerwehr Hückelhoven wurde der Rüstzug, bis dato durch den Löschzug 1 gestellt, um eine zusätzliche Löscheinheit (LE Ratheim) ergänzt. Dadurch konnten die Hückelhovener Wehrleute die Vorgaben der Bezirksregierung erfüllen. Da es die Feuerwehr bei Einsätzen auf der Autobahn mit einer Vielzahl von Gefahren zu tun hat – zum Beispiel hohe Geschwindigkeit, Unachtsamkeit oder Überforderung der Autofahrer wegen eines plötzlich auftretendes Hindernisses –, müssen die Einsatzkräfte die Gefahr erkennen und die Einsatzabläufe verinnerlichen. Das soll die Gefahr für alle Beteiligten minimieren.

Nun konnte die Feuerwehr das neue Konzept auf die Probe stellen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die zukünftige Arbeit einfließen. In einer theoretischen Einweisung wurden den Einsatzkräften die Abläufe und die Verhaltensregeln auf der Autobahn erklärt. Dabei konnte man schon das ein oder andere Grübeln und Stirnrunzeln bei einigen Einsatzkräften feststellen. Nachdem die Grundlagen geklärt waren, ging es daran, die Einsatzabläufe in der Praxis umzusetzen.

Das geschah an der Feuerwache im Straßenverlauf der Rheinstraße. Die Straße wurde kurzerhand zur Autobahn „umfunktioniert“ und mit Unfallfahrzeugen „hergerichtet“. Die Einsatzschwerpunkte lagen in der Einsatzstellenabsicherung, im Ordnen an der Unfallstelle und in der Einleitung der Personenrettung.

Dazu mussten die Einsatzkräfte an der Unfallstelle eine Absicherung gegen den fließenden Verkehr aufbauen. Danach ging es an die Erkundung der Einsatzstelle sowie die Vorbereitung zur Befreiung der eingeklemmten Personen. Wichtig dabei war, die erlernten Verhaltensregeln bei den einzelnen Einsatzabläufen genauestens zu beachteten. Die Einsatzstelle wurde gegen Brandgefahr gesichert und die Einsatzgerätschaften vorbereitet. Dann leiteten die Wehrleute die Befreiung der eingeklemmten Personen ein.

Das war in dem Szenario ein sehr wichtiger Arbeitsschritt, da man aufgrund des Unfalls von schweren Verletzungen bei den Eingeklemmten ausgehen musste. Die Verletzungen mssten mit der Befreiung und der Rettung in Einklang gebracht werden. Die verunfallten Fahrzeuge wurden gegen ungewollte Bewegungen unterbaut und gesichert.

Unvorhersehbare Bewegungen

Bei den deformierten und zusammengestauchten Fahrzeugen könnten sich die einzelnen Teile bei der Befreiung unvoraussehbar bewegen. Das wiederum könne zu einer weiteren Verletzungen bei den Patienten oder den Einsatzkräften führen. Deshalb mussten die Wehrleute die Einsatzabläufe genauestens prüfen, um das eventuelle Verhalten der Fahrzeugbauteile beurteilen zu können. Um den Einsatzauftrag effizient umzusetzen, gingen die eingesetzten Einsatzkräfte bei der Rettung parallel vor, so dass jeweils eine Löscheinheit einen Patienten befreien konnte.

Für die Ratheimer Einsatzkräfte, die zum ersten Mal auf der Autobahn trainierten, zog die Übungsleitung ein positives Fazit. Die Feinabstimmung bezüglich der Einsatzabläufe müsse zwar noch gefestigt und geübt werden, für die eigentliche Rettung war ein schneller Einsatzerfolg jedoch gegeben und die Handlungsabläufe schlüssig.

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