Feuerwehr jetzt technisch auf neustem Stand

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
12908695.jpg
Im Beisein von Vertretern der Feuerwehr, der Gemeinde und der Pfarrei übergab Wehrleiter Marco Sötzen den Schlüssel für das neue Fahrzeug an den Leiter der Löscheinheit, Heinz-Peter Mühren. Foto: Anna Petra Thomas
12908696.jpg
Auch der Kommandowagen von Wehrleiter Marco Sötzen erhielt beim Tag der offenen Tür der Obspringener Feuerwehr den Segen von Pfarrer Heinz-Wilhelm Vollberg. Foto: Anna Petra Thomas

Waldfeucht-Obspringen. Gleich zwei neue Fahrzeuge für die Waldfeuchter Feuerwehr konnte Pfarrer Heinz-Wilhelm Vollberg beim Tag der offenen Tür der Löscheinheit Obspringen einsegnen: Die Löscheinheit hat als Ersatz für ihr knapp 30 Jahre altes Einsatzfahrzeug LF16TS ein neues LF20 mit eigenem Wassertank und Lichtmast im Wert von 329.000 Euro erhalten.

Bereits seit zwei Jahren im Einsatz ist zudem ein neuer Kommandowagen (KdoW) für Waldfeuchts Wehrleiter Marco Sötzen im Wert von 15.000 Euro.

Der ehemals schwarz lackierte, privat gefahrene Pkw präsentierte sich zur Feier des Tages in Rot mit gelben Reflexstreifen und einem Blaulicht obendrauf. Den gesamten Umbau hätten die Feuerwehrleute in Eigenleistung vorgenommen, betonte Sötzen. Dies sei kein Fahrzeug, von dem Leben abhängen würden, ergänzte er. Deshalb könne es durchaus auch gebraucht angeschafft werden. Die „Arbeitstiere“ dagegen, er meinte die Einsatzfahrzeuge, würden neu gekauft.

Die neuen Fahrzeuge sollten dazu beitragen, die zerstörerische Gewalt des Feuers zu brechen, wünschte sich der Pfarrer, bevor er den heiligen Florian für alle Feuerwehrleute um seinen Schutz bat. Mit Weihwasser umrundete er dann einmal ganz das neue, große Einsatzfahrzeug, das wie der KdoW auf seiner Windschutzscheibe zur Feier des Tages ein großes Blumengesteck aus roten Gerbera und weißem Schleierkraut trug.

Lange Wartezeit

Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen erinnerte an den im September 2014 vom Rat beschlossenen Brandschutzbedarfsplan, in dem auch das neue Fahrzeug für Obspringen eingeplant worden sei. Die notwendige europaweite Ausschreibung habe das ganze Projekt dann jedoch etwas verzögert. Jetzt sei die Löscheinheit jedoch technisch auf dem neuesten Stand, erklärte er, „was nicht heißt, dass die anderen schlechter dastehen“.

Diverse Beispiele für Verbesserungen in den vergangenen Jahren konnte er aufzählen und warf zudem einen Blick in die Zukunft zum Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus gegenüber der Haarener Schule, der im nächsten Jahr erfolgen soll. Dank und Anerkennung zollte er schließlich allen Feuerwehrleuten, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen würden. Es sei ein beruhigendes Gefühl, dass die Feuerwehr jetzt über ein zeitgemäßes Fahrzeug verfüge, sagte Ortsringvorsitzender Norbert Finken. Auch er dankte den Feuerwehrleuten für die Bereitschaft, für die Bevölkerung im Notfall im wahrsten Sinne des Wortes durchs Feuer zu gehen. Bildlich gesprochen: „Ihr seid die, die da reinlaufen, wo andere rausgelaufen kommen“, erklärte er.

Der Wehrleiter ließ die Entstehungsgeschichte des neuen LF 20 noch einmal im Detail Revue passieren und erinnerte dabei auch an diverse Probefahrten, nah und fern. Als „Meilenstein in der Geschichte einer Löschgruppe“ bezeichnete der stellvertretende Kreisbrandmeister Claus Vaehsen die sogenannte Indienststellung des neuen Fahrzeugs. Neben deutlich verbesserter Technik und aktueller Beladung stärke eine solche Anschaffung natürlich auch die Motivation der Feuerwehrleute.

Allerdings wüssten Rat und Verwaltung in den Kommunen sehr gut, dass diese Anschaffungen nicht alleine die Wünsche der Feuerwehren erfüllen würden. „Laut Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz sind diese Beschaffungen Pflichtaufgabe der Kommune zur Gefahrenabwehr und dienen somit dem Wohl ihrer Bürgerinnen und Bürger“, sagte Vaehsen. Er fügte hinzu, dass die Löscheinheit Obspringen zudem bisher eine der wenigen gewesen sei, die noch nicht über ein Löschfahrzeug mit eigenem Wassertank verfügten.

Sein Dank ging namentlich an Marco Sötzen und den Leiter der Löscheinheit, Heinz-Peter Mühren, für die umfangreichen Vorarbeiten im Rahmen der Beschaffung, nicht zuletzt natürlich auch an den Bürgermeister, denn „die Feuerwehren wissen um die Finanznot unserer Kommunen“, versicherte er ihm. „Kommt aus allen Einsätzen und Übungen gesund und unverletzt zum Gerätehaus zurück“, wünschte er schließlich den Feuerwehrleuten.

Feuerwehrauto als Hüpfburg

Nachdem der Schlüssel vom Bürgermeister über den Wehrleiter zum Leiter der Löscheinheit gewandert war, lud dieser alle Gäste zu einer eingehenden Besichtigung des neuen Fahrzeugs ein. Rundherum war mit guter Verpflegung sowie mit einer Hüpfburg – natürlich ebenfalls in Form eines Feuerwehrautos – für gute Unterhaltung gesorgt. Vorführungen der Feuerwehr rundeten den Tag der offenen Tür ab.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert