Feuerteufel im Wegberger Norden? Polizei sucht nach Verbindung

Von: Daniel Gerhards
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Brandstiftung in Serie? Am Sonntagabend brachte die Feuerwehr den Brand auf einem Firmengelände im Ortsteil Berg unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand. Die Polizei sucht nach Parallelen zu anderen Fällen. Foto: CUH

Wegberg. Schon wieder ein Feuer im Norden Wegbergs. Möglicherweise ist es schon wieder vorsätzlich gelegt worden. Man kann nachvollziehen, wenn die Wegberger – vor allem in und um Rickelrath – derzeit Angst haben, demnächst auch Opfer eines Brandstifters zu werden.

Die Heinsberger Polizei hat derzeit zwar noch keine Beweise dafür, dass in Wegberg tatsächlich ein Feuerteufel umgeht. Die Hinweise verdichten sich jedoch.

Der jüngste Fall: Am Sonntagabend bemerkten Zeugen, dass es auf dem Gelände einer Firma an der Straße In Berg brannte. „Auf dem Außengelände der Firma waren Plastikbehälter aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Das Feuer griff dann auf die angrenzende Lager- und Fabrikationshalle über“, teilte die Polizei am Montag mit. Das ist nun das dritte Feuer in Rickelrath beziehungsweise in der Nähe des Wegberger Ortsteils – alleine im Januar. Brandstiftung ist in allen Fällen nicht auszuschließen.

Vier Autos, ein Reetdach

Das geschah bisher: Am Abend des 15. Januars waren zwei Autos, die in einer Einfahrt eines Hauses am Angerweg in Rickelrath standen, in Flammen aufgegangen. Zeugen hatten dabei zunächst einen Brand an einem der Fahrzeuge bemerkt. Als die Feuerwehr eintraf, hatten die Flammen bereits auf ein dahinterstehendes Fahrzeug überbegriffen. Vergangene Woche Donnerstag, gegen 22.40 Uhr, brannte dann das Reetdach eines Hauses in Schwaam. Ein Reetdach, das sich selbst entzündet? Unwahrscheinlich.

Und schon im Dezember hatten in Rickelrath in der Nacht zum zweiten Weihnachtstag zwei Autos gebrannt. Eines stand an der Dülkener Straße, ein weiteres außerhalb des Ortes auf einem Parkplatz.

Geht nun ein Feuerteufel um? „Wir haben in allen Fällen überprüft, ob es Spuren gibt, die auf einen Zusammenhang schließen lassen. Dafür gibt es aber noch keine Anhaltspunkte“, sagt Angela Jansen, Sprecherin der Kreispolizeibehörde Heinsberg. Also doch kein Serienbrandstifter? Vielleicht doch. Denn Zeit, Orte und die Art und Weise, wie die Brände an den Autos ausbrachen, deuteten auf eine Verbindung hin, sagt Jansen. Dass die Feuer an den Fahrzeugen jeweils vom Fahrzeugreifen ausgegangen seien, sei ein deutlicher Hinweis auf eine vorsätzliche Brandstiftung, so Jansen.

Schwaam und Berg liegen zudem weniger als zwei Kilometer von Rickelrath entfernt. Das Gerücht, dass schon ein Verdächtiger vernommen worden sei, konnte Jansen nicht bestätigen. „Wir gehen allen Spuren nach. Was passiert ist, macht uns Sorgen“, sagte Jansen. „Wir versuchen, alles zu geben, um den Täter schnellstmöglich zu schnappen.“ Dazu müssten nun alle Spuren ausgewertet werden, was einer Sisyphusarbeit gleiche, sagte Jansen.

Dabei hofft die Polizei auf Hinweise von Zeugen. „Auch die kleinste Beobachtung kann hilfreich sein“, sagt Jansen. Hinweise an die Polizei: Telefon 02452/9200.

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