Heinsberg-Unterbruch/Wassenberg-Birgelen - Ferienspiel mitten im Wald: Zwei Wochen ohne Handy und Konsole

Ferienspiel mitten im Wald: Zwei Wochen ohne Handy und Konsole

Von: Daniel Gerhards
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Es gibt immer was zu tun: Beim Ferienspiel der Pfarre St. Aloysius Oberbruch basteln und malen die Teilnehmer auf dem Jugendzeltplatz im Birgelener Wald. Foto: Daniel Gerhards
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Es gibt immer was zu tun: Beim Ferienspiel der Pfarre St. Aloysius Oberbruch basteln und malen die Teilnehmer auf dem Jugendzeltplatz im Birgelener Foto: Daniel Gerhards

Heinsberg-Unterbruch/Wassenberg-Birgelen. Dass sich Kinder auch ohne Computer, Konsole und Smartphone wunderbar beschäftigen können, zeigt das Ferienspiel der Pfarre St. Aloysius Oberbruch dieser Tage sehr eindrucksvoll. Mehr als 50 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren sind in den letzten beiden Ferienwochen täglich auf dem Jugendzeltplatz in Birgelen – also mitten im Wald – dabei.

Und dort gibt es auch ohne Unterhaltungselektronik eine Menge zu tun. Die Kinder basteln Gipsmasken und lustige Tiere, sie tragen Kicker- und Tischtennisturniere aus, sie fahren mit dem Bobby-Car Hügel herunter und bauen Murmelbahnen auf dem Waldboden.

„Wir überlegen jedes Jahr, ob wir ein Thema für das Ferienspiel vorgeben wollen. Aber bisher haben wir uns noch jedes Mal dagegen entschieden. Wir machen den Kindern Angebote, aber sie können auch einfach mal etwas anderes machen“, sagt Gemeindereferentin Sabine Scheen.

Scheen leitet das seit rund 40 Jahren bestehende Ferienspiel (früher Stadtranderholung) seit vier Jahren mit der engagierten Mutter Ellen Lensing-Bendels. Mehrere Eltern unterstützen sie dabei für einzelne Tage. Außerdem können sie auf die Hilfe von fünf Jungbetreuern bauen.

Diese Jugendlichen sind 13 Jahre alt, also zu alt, um als normale Teilnehmer in den Birgelener Wald zu kommen. Nun helfen sie tatkräftig mit: Sie organisierten ein Schnitzeljagd und andere Spiele im Wald. Und wenn ein jüngerer Teilnehmer bei einer Waldwanderung mal nicht mehr weiter kann, dann nehmen die Jungbetreuer sie auch schon mal huckepack.

In den Birgelener Wald kommen die Teilnehmer jeden Morgen mit einem Bus. Die Sitzplätze im Bus begrenzen schon von vorn herein die Teilnehmerzahl des Ferienspiels. Und alle Sitzplätze im Bus waren im Handumdrehen ausgebucht.

Auch die Warteliste wurde länger und länger. „Zuletzt kamen dann noch diejenigen, die es besonders nötig haben, weil sie noch nicht im Urlaub waren“, sagt Sabine Scheen. „Da konnte ich nicht Nein sagen“, sagte sie. Also fahren nun ein paar Eltern jeden Morgen mit dem Auto hinter dem Bus her, um ihre Kinder zum Ferienspiel zu bringen.

Mehr Engagement

Auch bevor die spannenden beiden Wochen im Wald starten, hat Ellen Lensing-Bendels alle Hände voll zu tun. Die Organisation und das Beschaffen von Spenden nimmt sie mit viel Elan in die Hand. „Mir liegt das Ferienspiel am Herzen, weil ich mit Leib und Seele Oberbrucherin bin.

Und ich bin als Kind selber schon mitgefahren“, sagt sie. Deshalb, und weil sie mit den Kindern großen Spaß hat, betreut sie die Teilnehmer jeden Tag von 10 bis 17 Uhr im Wald. Ellen Lensing-Bendels nimmt sich dafür gerne zwei Wochen frei.

Für die Zukunft hofft sie aber, dass es mehr Eltern gibt, die mal für einen oder mehrere Tage dazukommen. „Ich finde andere Eltern könnten sich auch mal einen Tag frei nehmen, dann würden wir das Ganze noch unkomplizierter gestemmt bekommen“, sagt sie.

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