FDP Selfkant stellt beim Parteitag eine Mängelliste auf

Von: agsb
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Stefan Lenzen (2.v.r) gratuliert Karl Busch (2.v.l.) zur Wiederwahl, daneben Stellvertreter Erich Hacken (r.) und Dr. Harry Kurvers. Foto: agsb

Selfkant-Süsterseel. Durchschnaufen war angesagt beim Ortsparteitag der FDP Selfkant in der Gaststätte Wehrer Bahn. Vorsitzender Karl Busch begrüßte dazu auch Stefan Lenzen, den FDP- Fraktionsvorsitzenden im Kreistag.

Bei der Bürgermeisterwahl im September hatte die FDP mit SPD, Grünen und Pro Selfkant vergeblich auf einen Erfolg des gemeinsamen Kandidaten gehofft. Busch kam aber erneut in Wahlkampfstimmung. „Grund- und Gewerbesteuer werden in schwindelerregende Höhe angehoben, deutliche Mehrkosten für die Bürgerhäuser in Tüddern und Wehr von CDU und Bürgermeister einfach durchgewunken“, monierte Busch.

Nach den Rechenschaftsberichten folgte die Neuwahl des Vorstandes. Als Versammlungsleiter wurde Stefan Lenzen gewählt. Karl Busch wurde einstimmig wiedergewählt. Die beiden Stellvertreter sind Erich Hacken und Linus Stieldorf, Schatzmeister bleibt Ernst Grein. Als Beisitzer gehört Dr. Harry Kurvers dem Vorstand an.

Wichtigste Frage des FDP-Parteitages war für die Liberalen: „Gehen wir weiter gemeinsam in der Opposition einen Weg oder kocht nun jeder wieder sein eigenes Süppchen?“, fragte Busch – eine Antwort wurde am Abend noch nicht gefunden.

Beim Punkt Verschiedenes flammte wieder der kämpferische liberale Geist vergangener Tage auf. Die Liberalen sehen in Höhe der Waldschänke bei der Überquerung zum Parkplatz einen Gefahrenpunkt wegen der Lichtverhältnisse. Unzumutbar seien die Zustände am Radweg entlang des Rodebaches am Jabeeker Weg und der B56n mit fehlender Bordsteinabsenkung. Besonders für Kinder sei dies gefährlich.

Eine weitere Unfallgefahr sahen die Liberalen für Radfahrer an der Anschlussstelle L228/B56n beim Rechtsabbiegen zur B56n. Es wurde bemängelt, dass hier beim Auffahren die Gefahr besteht, auf die falsche Spur zu geraten. „Das Gewerbegebiet Tüddern am Millener Weg bietet einen trostlosen und verwahrlosten Anblick, Gestaltungsvorgaben aus dem Bebauungsplan werden nicht beachtet“, hieß es. Busch wurde beauftragt, bei der Verwaltung vorzusprechen.

„Angekündigt, verworfen, verschlafen und vergessen“ – mit diesen Worten kündigte die FDP an, bei der Renaturierung des Rodebachs auf dem Selfkänter Gemeindegebiet zwischen Gangelt und Sittard am Ball zu bleiben.

Kritik gab es am Informationsfluss beim jüngsten Brandunfall in Sittard-Geleen. Hier habe sich gezeigt, „dass grenzüberschreitende Informationen bei Notfällen mangelhaft sind“, kritisierte Busch. Während in Sittard Schulen, Schwimmbäder und sogar der Bahnhof geschlossen worden seien, habe es im Kreis Heinsberg und insbesondere in der Gemeinde Selfkant keinerlei Vorsorgemaßnahmen gegeben – die deutschen Stellen hätten anscheinend aus Sittard keine Informationen erhalten.

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