Farne, Kunst und mehr: Kleo Montforts öffnet seinen Garten für Besucher

Von: Helmut Wichlatz
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In den Tiefen des Gartens: Kleo Montforts teilt sein umfangreiches Wissen über Baumfarne gerne und öffnet deshalb regelmäßig seinen Garten für Besucher. Foto: hewi
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... Dort gibt es auch Kunst von Peter Sieben... Foto: hewi
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... und Tipps zur Baumpflege von Martin Leupold und Marmeladen von Ingrid Meisen. Foto: hewi

Wegberg-Klinkum. Kleo Montforts lädt gerne und regelmäßig in seinen Garten ein. Wenn der Gärtnermeister es tut, kommen an einem Wochenende schon mal bis zu 2000 Besucher zum Tag des offenen Gartens. Denn der Garten ist schon etwas Besonderes. Vor allem wegen der exotischen und seltenen Baumfarne, die man beim Rundgang durch den rund 3000 Quadratmeter großen Garten überall vorfindet.

 Auf den ersten Blick sehen sie nicht nur für das ungeschulte Auge „irgendwie wie Palmen“ aus. Ein Fehler, den Montforts milde belächelt. Dann holt er gerne zur Info-Offensive aus und klärt über den Farn auf. Zum Beispiel, dass Baumfarne (Cyatheales) vor Millionen Jahren einmal auch in diesen Breitengraden weit verbreitet waren, bevor sie von einer der frühen Eiszeiten verdrängt wurde. Heute findet man sie auf der südlichen Erdhalbkugel.

Frostfrei, aber nicht zu heiß und nicht zu trocken ist die ideale Umgebung eines Baumfarns. Montforts lernte auf seinen Reisen immer neue Sorten kennen und teilt heute sein Fachwissen über die Pflege des exotischen Gewächses gerne. Er erklärt, wie man einen Baumfarn heil über den Winter bekommt und hilft auch dabei, für den eigenen Garten den passenden Baumfarn und den idealen Standort zu finden.

Seit 17 Jahren teilt Montforts die Freude an seinem Garten mit Fremden. Bei der Vorbereitung für die Besuchswochenenden hilft ihm sein rund 20-köpfiges Team aus Familie und Freunden. Beim Besuch in seinem Garten in Klinkum hat man das Gefühl, in eine andere Welt einzutauchen. Sattes Grün wohin das Auge reicht. Dazwischen Nischen, in die man sich zurückziehen und die Atmosphäre genießen kann.

Richtige Baumpflege

Mittendrin stößt man auf einmal auf Absperrband und ein Warnschild: „Baumarbeiten!“ Hier informiert der Wegberger Baumpfleger Martin Leupold über seine Arbeit. Er ist zum dritten Mal in Montforts offenem Garten dabei. „Viele Gartenbesitzer wenden sich erst an mich, wenn es zu spät ist“, sagt er. Dann muss gefällt werden. Dabei könnten viele Baumerkrankungen frühzeitig behandelt und dem Baum eine Zukunft als Brennholz erspart werden.

Neben den vielen exotischen und heimischen Pflanzen gibt es auch Kunst zu entdecken. So stellt unter anderem der Wegberger Künstler Peter Sieben seine Metallskulpturen aus.

Eine ganz andere Kunst betreibt Ingrid Meisen, nämlich die der Marmeladenherstellung. Die Erkelenzerin präsentiert einmal im Jahr in Klinkum eine reiche Auswahl ihrer Marmeladen und lädt zum Probieren ein.

Für Erstaunen sorgen regelmäßig die frischen Nandu-Eier, die man bei Montforts kaufen an. Sie stammen ebenfalls aus dem eigenen Garten, denn die südamerikanischen Straußenvögel haben sich längst an das Leben in Klinkum gewöhnt.

Ein Nandu-Ei entspricht von der Menge her etwa fünf bis sechs Hühnereiern. Die Nandus leben in den Andenregionen Südamerikas und haben es im Gegensatz zum Baumfarn gerne kalt. Er habe ihnen zwar einen Unterstand gebaut, erzählt Montforts. Doch auch im Winter liegen sie am liebsten im Freien herum. „Wenn es geschneit hat, sehen sie aus wie Schneehügel, aus denen oben ein Vogelhals herausragt“, erzählt er.

Zu dieser Zeit sind die allgegenwärtigen Baumfarne in dicke Plastikfolien eingepackt und warten auf den Frühling. Dabei können einige Sorten bis zu sieben Grad unter null durchaus aushalten.

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