Heinsberg-Oberbruch - Fairer Handel ist Thema in der Jugendeinrichtung „Oase“

Fairer Handel ist Thema in der Jugendeinrichtung „Oase“

Von: Johannes Bindels
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Pfarrer Sebastian Walde (r.) zeigt sich begeistert von der Umsetzung des Konzeptes zum Start in das Zertifizierungsprojekt „Faires Jugendheim“ in der „Oase“ in Oberbruch. Das Team um Angela Simon (l.) mit den Jugendlichen hatte schon einiges vorbereitet. Foto: Johannes Bindels

Heinsberg-Oberbruch. Insgesamt zehn Jugendeinrichtungen der evangelischen Kirche im Kirchenkreis Jülich beteiligen sich an der Auszeichnung mit dem Logo „Faires Jugendhaus“. Darunter auch die offene Jugendeinrichtung „Oase“ in Oberbruch an der Erlöserkirche. Das Betreuerteam um die Leiterin Angela Simon stellte das Projekt im Rahmen ihrer Jugendarbeit nun vor.

Mit der Kampagne „Faires Jugendhaus“ fördert die Evangelische Jugend die Einrichtungen der Jugendarbeit, in denen sich die Haupt- und Ehrenamtlichen für einen nachhaltigen Konsum einsetzen. „Mit einem niedrigschwelligen Einstieg in das Projekt starten wir ein inhaltliches Angebot für die Jugendlichen von zwölf bis 15 Jahren, sich umzuschauen, in welchen Geschäften es Produkte zu kaufen gibt, die aus dem ‚Fairen Handele_SSLq stammen“, erläuterte Angela Simon das Projekt.

Die Jugendlichen zu sensibilisieren für ein ökologisches Bewusstsein und Verantwortung zu übernehmen für das eigene Verbraucherverhalten sei eine Sache des Kopfes wie des Herzens, ergänzte Pfarrer Sebastian Walde.

Das Projekt werde rund ein Dreivierteljahr Zeit in Anspruch nehmen und mit der Zertifizierung „Faires Jugendhaus“ noch vor den großen Ferien im nächsten Jahr enden. Fünf Kriterien sind dabei zu erfüllen: Für die eigene Einrichtung ist ein Konzept zu entwickeln; Produkte aus dem fairen Handel sollen genutzt werden; Aktionen zum fairen Handel werden durchgeführt; Öffentlichkeitsarbeit wird gemacht und für Nachhaltigkeit in der Einrichtung wird sich eingesetzt.

„Es geht nicht um die Dämonisierung der konventionellen Einkaufsquellen, sondern um das Kennenlernen alternativer Herstellung, fairer Entlohnung der Hersteller und das Auflisten lokaler Lieferanten“, betonte Tobias Storms, Mitarbeiter in der Mobilen Jugendarbeit der evangelischen Kirche.

„Einen lokalen Kartoffelbauer aus Karken konnten wir schon kennenlernen, der den Jugendlichen die Möglichkeit bietet, die Kartoffelernte kennenzulernen“, veranschaulichte die Leiterin ein konkretes Beispiel für regionale Lieferanten und Einkaufsquellen. Zudem sei geplant, einmal wöchentlich gemeinsam ein vegetarisches Gericht aus Produkten des fairen Handels zuzubereiten und gemeinsam zu essen. Der Spaß beim Projekt stehe gleichberechtigt im Fokus, ergänzte Timo Farin als Jugendsozialarbeiter im Team.

Die Jugendlichen würden beim gemeinsamen Planen und praktischen Umsetzen der Kriterien einbezogen, betonte das Team. Zu einem Thema hatten die Jugendlichen schon gearbeitet. Die in Oberbruch vorhandenen Supermärkte und Discounter waren erkundet worden, welche der Produkte dort aus fairem Handel stammten oder mit einem Nachhaltigkeitslogo gekennzeichnet waren. Die Ergebnisse präsentierten sie auf modernen Medien wie den einrichtungseigenen Tablet-PCs.

Geschmackstest

Eine weitere Aktion war vorbereitet worden: Produkte des fairen Handelns standen zu einem Geschmackstest bereit. Verschiedene Schokoladen, Gebäck und zwei Orangensäfte sollten die Jugendlichen kosten und dafür Punkte vergeben. Eine Aktion, die sowohl Spaß machte, das Herz erfüllte, den Kopf einbezog und Gesprächsanlass gab. Ein durchaus überzeugendes und gelungenes Beispiel für die Umsetzung des Konzeptes.

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