Wegberg-Harbeck - Fahrt im Rettungswagen: „Tröstebären“ sollen Kindern die Angst nehmen

Fahrt im Rettungswagen: „Tröstebären“ sollen Kindern die Angst nehmen

Von: Monika Baltes
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In Wegberg-Harbeck teilt St. Martin auch das Leid. 100 „Tröstebären“ übergab für das Martinskomitee Harbeck-Berg Joachim Bobert (2. von links) an die für Wegberg zuständige Rettungswache des Kreises Heinsberg in Erkelenz, vertreten durch Markus Wennmacher (3. von links). Foto: Monika Baltes

Wegberg-Harbeck. Im Wegberger Stadtteil Harbeck wird das Martinsfest schon seit 1922 als großes Familienfest gefeiert. Dem Laternenumzug schließt sich im Forum Wegberg nach der Bescherung durch St. Martin persönlich eine große Verlosung und Hexen an – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.

 Und noch etwas hat in Harbeck seit 2002 einen festen Platz beim Martinsfest: Die Übergabe von „Tröstebären“ an die für Wegberg zuständige Rettungswache des Kreises Heinsberg in Erkelenz.

„Für Kinder ist der Rettungswagen eine belastende Situation“, weiß Joachim Bobert vom Martinskomitee Harbeck-Berg. Der kuschelig-weiche Freund mit den Knopfaugen soll vom Geschehen ablenken und die Angst nehmen. „Und das funktioniert!“, bestätigt Markus Wennmacher, stellvertretender Wachleiter der Rettungswache. „Wir sind froh, dass wir die Tröstebären haben.“

1600 Tröstebären haben die Harbecker seit 2002 an die Rettungswache übergeben. 1600 Mal Trost – eine bärenstarke Aktion und Zeichen dafür, dass St. Martin auch das Leid teilt. „Die Tröstebären sind ausschließlich spendenfinanziert und – darauf legen wir Wert – werden nicht aus der Sammlung für die Martinstüten bezahlt“, betont Joachim Bobert.

Als Überraschung kam beim diesjährigen Martinsfest dann auch noch „Konrad“ ins Spiel. „Konrad“ ist ein Teddybär in Feuerwehruniform und führt den Dienstgrad „Traumabär“.

Ganz viel Herzblut

Als kleinen Dank für den verlässlichen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Wegberg beim Martinszug überreichte Joachim Bobert zwei der putzigen Gesellen: „Sie sollen künftig auf den schönen roten Autos der Feuerwehr Wegberg im Einsatz sein und dort ihres Amtes walten.“

200 Kinder hat das Martinskomitee in diesem Jahr beschert, außerdem werden 45 Senioren am Tag nach dem Martinszug mit Weckmann und altersgerechter Tüte besucht.

Nachwuchsprobleme hat das Harbecker Martinskomitee mit 27 Mitgliedern entgegen dem landläufigen Trend nicht. Die Frage, warum das so ist, beantwortet Joachim Bobert mit einem Lächeln und den Worten: „Gutes Vorbild und Herzblut für die Tradition.“

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