Hückelhoven - „Factory Church“ tritt in St. Barbara den Dienst an

„Factory Church“ tritt in St. Barbara den Dienst an

Von: Anna Petra Thomas
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Hückelhovens stellvertretender Bürgermeister Dieter Geitner, Regionaldekan Gottfried Maria Graaff und Gemeindereferent Achim Kück (v.l.) machten sich nach der Eröffnung selbst auf den Weg durch die zehn Zelte der Ausstellung „Aufgeschlagen – Bibel im Zelt“ in St. Barbara in Hückelhoven. Foto: Anna Petra Thomas

Hückelhoven. Die Bänke sind weg, dafür stehen jetzt insgesamt zehn etwa drei Mal drei Meter große, farbige Stoffzelte im Kirchenschiff von St. Barbara in Hückelhoven. „Aufgeschlagen – Bibel im Zelt“, heißt die Ausstellung, mit der die Jugendkirche namens „Factory Church“ in Hückelhoven offiziell ihren Dienst antrat, wie der zuständige Gemeindereferent Achim Kück in seiner Rede zur Eröffnung betonte.

Entwickelt wurde die Ausstellung im Erzbistum Köln. Seit zehn Jahren ist sie bereits unterwegs, auch in anderen Bistümern. „Eine Ausstellung, die schon beim Auspacken, beim Anpacken Spuren hinterlassen hat“, so Kück weiter. „Aufwändig ist sie und anspruchsvoll. Theologisch durchdacht und für die Zielgruppe gut aufbereitet.“ Mit der Ausstellung in Hückelhoven könnten Werte und Grundlagen von Christentum und Judentum einer Zielgruppe nähergebracht werden, „die uns an vielen Orten zu entgleiten droht, wenn dies nicht schon oft bereits geschehen ist“, so Kück.

In den Zelten werden zentrale Themen der Bibel aufgegriffen und im wahrsten Sinne des Wortes greifbar präsentiert. Die jungen Besucher können hier zum Beispiel selbst hebräische Schriftzeichen mit Tinte und Gänsefeder zu Papyrus bringen, Salböl herstellen Mazzen und koschere Lebensmittel probieren, ebenso wie arabischen Kaffee oder Tee.

Die Ausstellung passe zur „Factory Church“, weil diese angetreten sei, neue Wege zu gehen und das Gesicht von Kirche zu verändern, „ohne sich selbst zu verleugnen oder gleich die ganze Bauabteilung des Bistums auf den Plan zu rufen“, so Kück weiter. Die Jugendkirche werde damit zudem ihrer regionalen Bedeutung gerecht, denn die Ausstellung sei für Gruppen aus der ganzen Region offen.

Eine ganz bewusste Öffnung

„Wir möchten damit Hilfestellungen zur katechetischen und religionspädagogischen Arbeit in Gemeinden und Schulen geben. Schließlich öffne sich Kirche damit bewusst für die junge Generation im Alter ab etwa 13 Jahren. „Die Factory Church möchte ein Ort der Begegnung werden, Anlaufstelle und Ort des Gesprächs. Jugendliche sollen hier die Gelegenheit bekommen, sich auszuprobieren, mitzumachen, mitzugestalten“, so Kück. Dazu würden allerdings noch viele noch helfende Hände und auch eine weitere finanzielle Unterstützung gebraucht.

Es rühre ihn sehr an, dass die „Factory Church“ diese Ausstellung als Auftakt für die Jugendkirche in der Region Heinsberg gewählt habe, erklärte Regionaldekan Gottfried Maria Graaff in seinem Grußwort. „Jugendliche und Kinder brauchen einen Raum, auch in der Kirche, in dem sie geborgen sein können.“ In den Zelten könnten sie tatsächlich „jenseits der netten Geschichte“ mit Gott in Berührung kommen, sagte er. Er hoffe, dass die Ausstellung ein schöner, großer Auftakt werde für das, was an Jugendkirche in der Region Heinsberg möglich sei, schloss Graaff.

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