Fachhandel-Weltmarktführer Sera wächst weiter in Heinsberg

Von: Rainer Herwartz
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Betonsäule um Betonsäule wird aufgestellt, damit im März nächsten Jahres die 3500 Quadratmeter große Halle durch die Sera-Mitarbeiter in Betrieb genommen werden kann. Foto: Herwartz
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Sera-Chef Josef Ravnak (links) und Bauunternehmer Ludwig Florack verwirklichen nicht das erste Projekt gemeinsam. Foto: Herwartz

Heinsberg. Die Investition sei ein klares Bekenntnis zum Standort Heinsberg, erklärt Sera-Chef Josef Ravnak. Mit dem Bau einer neuen Halle für die Kommissionierung und zur Überwachung der Produktqualität erweitert Sera seine Kapazitäten am Firmenstammsitz. Ab März 2017 wird der Betrieb darin aufgenommen.

Auf einer Gesamtfläche von 3500 Quadratmetern entstehen 7800 zusätzliche Palettenstellplätze, ein hochmoderner Versandbereich, der den Mitarbeitern ein effizientes Arbeitsumfeld bieten soll, sowie weitere Büro- und Laborräume. Die neue Halle wird an den bestehenden Firmenkomplex von Sera angeschlossen.

„Der Grund für die Erweiterung sind zusätzlich benötigte Kapazitäten im Bereich der Kommissionierung und des Labors“, erklärt Inhaber und Geschäftsführer Josef Ravnak. „Auf diese Weise können wir interne Wege beim Versand optimieren und Waren noch schneller und sicherer an unsere Kunden liefern.“

Dass Sera dies auch bislang recht gut gelungen ist, beweist der Umstand, dass sich das Unternehmen zum weltweit führenden Anbieter auf dem Gebiet der Aquaristik, Gartenteiche und Terraristik im Fachhandel gemausert hat. Allein in Heinsberg sind rund 200 Mitarbeiter beschäftigt. Weitere 100 verteilen sich über den Globus. „Sogar in China gibt es eine Produktionsstätte“, aber die stecke mit zehn Mitarbeitern noch in den Kinderschuhen.

„Wir produzieren auch Heilmittel, das kann nicht jeder“, sagt Ravnak. Um die Dimension, in der sich Sera bewegt, zu verdeutlichen, nennt der eher zurückhaltende Firmen-Patriarch nur eine Zahl: jährlich verlassen 1300 Tonnen Fischfutter die Produktion. „Wenn man führend sein will, dann muss man eben führen.“ Punkt. So einfach lautet Ravnaks Credo. „Dazu gehört auch, dass die Kunden möglichst schnell beliefert werden können.“

Aquaristik sei in Deutschland eher rückläufig, beschreibt Ravnak die Situation. „In anderen Ländern, zum Beispiel in Asien, Russland und den USA, ist sie stabil. In den USA gibt es riesige Hallen nur mit Aquarien, in Deutschland stehen vielleicht gerade einmal 10 oder 20 in den einschlägigen Geschäften.“

Mit der neuen Halle stünden dem unternehmenseigenen Forschungslabor neue Räumlichkeiten zur Verfügung, um den gewachsenen Anforderungen im Bereich der Produktion und Qualitätsüberwachung gerecht zu werden. Diese habe einen hohen Stellenwert. „Über die Qualität steuert man den Erfolg. Einer, der mit einem Produkt zufrieden ist, kauft es wieder“, ist der Sera-Chef sicher.

Zusammen mit der erfolgreichen SAP-Integration Mitte des Jahres stelle sich Sera somit weiter zukunftssicher auf, um den sich ändernden Anforderungen des Marktes erfolgreich zu begegnen. Sämtliche Futter- und Pflegeprodukte für Aquarien- und Teichfische sowie Terrarientiere werden hier entwickelt und produziert. „Die Herstellung ‚Made in Heinsberg’ ist für uns ein Qualitätsversprechen, das auch zukünftig oberste Priorität haben wird“, so Ravnak.

„Wir haben das Fundament für die zwölf Meter hohe Halle vor sechs Wochen begonnen“, erläutert der für die Bauausführung zuständige Ludwig Florack. „Diese Woche erfolgt die Fertigteilmontage, bis März soll dann die Blechhülle montiert sein. Wir verbauen eine wärmegedämmte Blechhülle, und die Halle wird beheizt.“ Sie sei energetisch anspruchsvoll. Der KfW-55-Standard ist für Hallen eher selten“, meint Florack. Doch auch in diesem Punkt zeige sich der Tierfreund Josef Ravnak sehr naturverbunden.

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