Kreis Heinsberg - Explosionsgefahr: A46 nach Unfall gesperrt

Explosionsgefahr: A46 nach Unfall gesperrt

Von: red
Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. Weil bei einem Unfall in der Nähe von Erkelenz der Gastank eines Autos beschädigt wurde, musste die Autobahn 46 am frühen Dienstagabend wegen Explosionsgefahr komplett gesperrt werden.

Ein 60-jähriger Audi-Fahrer aus Mönchengladbach, der gegen 17 Uhr in Fahrtrichtung Heinsberg unterwegs war, verlor bei starkem Regen die Kontrolle über sein Fahrzeug und geriet ins Schleudern. Laut Polizei war der Mann zu schnell unterwegs gewesen.

Dabei kollidierte er mit einem Opel Corsa auf der rechten Spur. Der Audi schleuderte die Böschung hinauf und wieder zurück auf die Autobahn. Dort kollidierte der querstehende Wagen mit einem VW Golf.

Der Unfallverursacher erlitt nach Angaben der Polizei-Pressestelle in Düsseldorf so schwere Verletzungen, dass er zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Der 20-jährige Golf-Fahrer und die 25-jährige Fahrerin des Opel wurden leicht verletzt.

Bei dem Unfall war der Gastank des mit einer Autogasanlage ausgerüsteten Audi beschädigt worden; Gas trat aus. Da eine Explosion nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde die Autobahn in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Erst nach rund 45 Minuten durfte die Fahrbahn in Richtung Neuss wieder befahren werden. Drei Stunden später wurde die Sperrung vollständig aufgehoben. Die Polizei schätzte den Gesamtschaden auf etwa 30.000 Euro.

Wie die Freiwillige Feuerwehr berichtete, waren der Löschzug Erkelenz-Mitte sowie der Umweltschutzzug alarmiert worden. Die Einsatzkräfte klemmten die Batterien ab und banden auslaufende Flüssigkeiten ab. Dabei wurde im Audi die undicht gewordene Gasanlage entdeckt. Die Einsatzstelle wurde großräumig abgesperrt. Da das Leck nicht abgedichtet werden konnte, ließ die Wehr das Gas aus dem defekten Tank kontrolliert ausströmen.

Auch das Tanklöschfahrzeug der Löschgruppe Holzweiler mit ­einem 5000-Liter-Wassertank war zur Einsatzstelle beordert worden. Ferner wurden vor Ort ständig Gasmessungen vorgenommen. Kanaleinläufe wurden abgedichtet. Später wurde noch die Fahrbahn gereinigt. Die Wehr war mit 28 Kräften und sieben Fahrzeugen im Einsatz.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert