Evangelische Christuskirche: Kreuz ist Kunstwerk und Botschaft

Von: Johannes Bindels
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Ihr Entwurf ist Realität geworden und steht jetzt vor der Heinsberger Christuskirche: Heike Matcha, betreuende Professorin der FH Aachen, und die Studentinnen des Siegerentwurfs, Christine Assenmacher, Alina Höffgen und Stella Jansen (v.li.) sind bei der Installation dabei. Foto: Bindels

Heinsberg. „Heute können wir etwas miterleben, was nicht alltäglich ist“, sagte Pfarrer Sebastian Walde bei der Feier zur Kreuzaufstellung an der evangelischen Christuskirche in Heinsberg. Mit Hilfe eines Krans wurde der Siegerentwurf der Studentinnen Christine Assenmacher, Alina Höffgen und Stella Jansen der FH Aachen installiert.

Alles habe mit einem Wunsch der Gemeindemitglieder begonnen, dass die sanierte Christuskirche auch ein neues Kreuz bekommen sollte, blickte Pfarrer Walde in seiner Ansprache zurück auf den Beginn des Projektes. Einer Idee des für den Umbau und die Sanierung verantwortlichen Architekten Professor Ludwig Rongen folgend, sei ein Wettbewerb an der Fachhochschule Aachen ausgeschrieben worden, der von den Professorinnen Heike Matcha und Anke Fissabre begleitet wurde. Die Kirchengemeinde habe sich dann für zwei Kreuze entschieden, eines für den Innenraum und ein weiteres für den Außenbereich, erläuterte Walde den Gästen und Gemeindemitgliedern.

„Ein Kreuz im öffentlichen Bereich ist nicht unumstritten“, insbesondere wenn es zugleich ein Kunstwerk sowie eine Botschaft sei, betonte Pfarre Walde. Die offene Form sei gleichzeitig der Hinweis darauf, den Blick zu öffnen auf diese Stadt und die Menschen in dieser Stadt, interpretierte Walde die Symbolik des neuen Kreuzes.

Jakob Gerards, erster Beigeordneter der Stadt Heinsberg, sprach als Vertreter der Stadt in seinem Grußwort vom Kreuz als Wegzeichen, das für viele Menschen eine Inspiration sein solle, um im Alltaggeschehen einen kurzen Augenblick zu verweilen und Zeit für eine kurze Pause und Besinnung in der Kirche zu suchen.

Pfarrer René Mertens, Pfarrvikar der Gemeinschaft der Gemeinden Heinsberg-Waldfeucht, griff den Begriff des Kreuzes als Wegzeichen auf, das auch bedeute, den bisherigen gemeinsamen ökumenischen Weg der beiden Kirchen weiter zu beschreiten.

Seinen besonderen Dank richtete Sebastian Walde einerseits an die vielen privaten und institutionellen Spendern, ohne die die Realisation nicht hätte erfolgen können, sowie an die ausrichtenden Unternehmen, die von der Herstellung bis zur Aufstellung das Projekt realisieren halfen. Was mit dem Glockenläuten begann, mit dem gemeinsamen Singen und Beten bei dem Festakt weiterging, beim Feiern nach dem Festakt dann endete, formulierte Pfarrer Sebastian Walde zum Ausklang so: „Diese Kirche ist ein Ort der Gastfreundschaft für Jung und Alt, für Groß und Klein. An diesem Ort wird nicht nur dem Geist, sondern auch dem körperlichen Wohl Gutes getan“, lud er die Anwesenden zum Verweilen und zu weiteren Gesprächen ein.

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