Heinsberg-Waldenrath - Euregio-Orgelfestival: Große Klangpracht entfaltet

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Euregio-Orgelfestival: Große Klangpracht entfaltet

Von: Utz Schäzle
Letzte Aktualisierung:
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Die Organistin Anja Hendrikx (r.) und die Mezzo-Sopranistin Victorina Eeckeloo (l) gaben im Rahmen des Euregio-Orgelfestivals ein bemerkenswertes Konzert in der St.-Nikolaus-Kirche Waldenrath. Foto: Utz Schäzle

Heinsberg-Waldenrath. Überaus gelungen war das Konzert in der katholischen Pfarrkirche Sankt Nikolaus Waldenrath im Rahmen des Euregio-Orgelfestivals Limburg mit Anja Hendrikx an der Orgel und mit der Mezzo-Sopranistin Victorina Eeckeloo.

Beide Künstlerinnen präsentierten ein von modernen Stücken geprägtes Konzertprogramm, das teilweise für ungeübte Ohren etwas ungewöhnlich klang, aber das souverän und auf hohem musikalischen Niveau dargeboten wurde.

Mit dem Orgelkonzert F-Dur von Georg Friedrich Händel eröffnete Anja Hendrikx das Konzert. Mit einer abwechslungsreichen Registrierung der Scholz Orgel erreichte sie eine große Bandbreite von kontrastreichen Klangfarben, was dann auch der Komposition eine große Transparenz verlieh.

Mit dem Lied „As with rosy steps the morn“ aus dem Oratorium Theodora bot sich der Sängerin Victorina Eeckeloo mit ihrem angenehm fülligen Mezzosopran Gelegenheit, mit Tonhöhe und Lautstärke zu brillieren, während die Orgel gefühlvoll und mit einer nahezu zärtlichen Klanggebung begleitete.

Die Kompositionen von Christian Heinrich Rink gelten als wahre Kostbarkeiten mit Seltenheitswert. In seinem Konzert F-Dur bekam die 2003 von Martin Scholz erbaute Orgel ausreichend Gelegenheit, ihre Klangpracht zu entfalten.

Mit den Werken des niederländischen Komponisten Ad Wammes oder des libanesischen Komponisten Naji Hakim erklang neue Orgelmusik, die stilistisch den Kompositionen des ausgehenden 20. Jahrhundert zuzuordnen ist. So ist die Musik klanglich abwechslungsreich manchmal dissonant schräg, dann wieder etwas gehetzter oder dann wieder ganz ruhig fließend.

Es sind Beispiele eines neuen Musikstils, der vollkommen konträr zur Orgelmusik vergangener Epochen ausgerichtet ist. Es ist eine kraftvoll-spannende, dynamisch sehr effektvolle Musik, die äußerst schwungvoll und technisch sehr versiert gespielt wurde und so jede Sekunde spannend für die Zuhörer war.

Im Vorwort der Arabesques für Orgel, komponiert 2011 von Naji Hakim, gibt der Komponist einen Einblick in die Intonation der Musik: „Gesang und der Tanz stehen im Mittelpunkt dieser Orgelsuite. Sie lebt von wechselseitigen Einflüssen aus Jazz und mediterraner Volksmusik.

Die sechs Sätze Prelude, Pastorale, Libanaise, Arabesque, Litanie und Rondeau unterscheiden sich durch ihre melodischen Linien, kirchentonale Harmonik und unregelmäßige Metrik. Sie sind in ihrem Ausdruck vom Affekt der Freude inspiriert.“ Der estnische Komponist Arvo Pärt schrieb im Jahr 2000 für Alt und Orgel „My heart‘s in the high-lands“ nach einem Gedicht von Robert Burns.

Auch bei diesem Lied sowie bei Reynaldo Hahns “A Chloris“ boten Organistin Anja Hendrikx und Sängerin Victorina Eeckeloo einen wunderbar aufeinander abgestimmten Vortrag, der bei den Zuhörern viel Anerkennung und Beifall fand.

Das harmonische Zusammenspiel von Orgelmusik und Gesang erfüllte mit wundervollen Klängen den Kirchenraum von St. Nikolaus Waldenrath. Ein rundherum angenehmes Hörerlebnis.

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