EUregio Barbecue Festival: Viel Zeit bis zum perfekten Genuss

Von: defi
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Das Team Smokey Goodness aus den Niederlanden brachte den Pokal mit nach Haaren, den es als „Weltmeister im ganze Schweine Grillen“ in Litauen gewonnen hatte. Foto: defi
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Das Limburgische Klosterschwein Livar konnte am Zelt des Teams Southern Dutch BBQ verkostet werden.

Waldfeucht-Haaren. „Im nächsten Leben will ich Juror werden bei so einem Wettkampf“, wünschte sich ein Besucher des EUregio Barbecue Festivals, dem sein Rippchen wohl geschmeckt hatte. In Amerika sind Barbecue-Wettbewerbe weit verbreitet und mit hohen Preisgeldern verbunden. Roman Schellartz organisierte am Sonntag den ersten europaweiten Wettbewerb in Deutschland und zwar auf der Oktoberfestwiese in Haaren.

Nach den strengen Regeln der Kansas City Barbecue Society (KCBS), des weltweit größten Verbands, der BBQ-Wettkämpfe durchführt, gingen 21 Teams an den Start. Das Gros des Teilnehmerfeldes kam aus den Niederlanden. Dort hat sich die BBQ-Bewegung schon weitaus stärker verbreitet als bei uns. Neben den Nachbarn waren Teams aus Belgien, Großbritannien, den USA und Deutschland sowie mit den European Allstars eine gemischte niederländisch, dänisch, norwegische Truppe am Start.

Anders als bei einer deutschen Grillmeisterschaft konzentrieren sich die Teilnehmer bei einem KCBS-Wettbewerb ausschließlich auf das Fleisch. Beilagen, bis auf ein Blättchen Salat fürs Auge, sind verpönt. Oliver Sievers, frisch gebackener Deutscher Meister im Barbecue und Grillen, schätzt, beide Varianten Fleisch auf dem Grill zuzubereiten. Meister im „deutschen“ Grillen wurde er in „7 Gängen“ mit Sößchen und allem Pipapo. Oliver Sievers: „Das hier ist eine völlig andere Geschichte. Aber es macht sehr viel Spaß.“

Damit das Fleisch in Aussehen, Geschmack und Zartheit der 24-köpfigen Jury perfekt mundet, braucht es viel Zeit. Beim sogenannten Smoken wird das Grillgut (Hühnchen, Schweinerippchen, Schweineschulter und -nacken sowie Rinderbrust) bei niedriger Temperatur stundenlang geräuchert. Die Schweineschulter hatte Henry Harzevoort vom Team Letz Q aus Utrecht bereits am Samstagabend um 18 Uhr auf den Smoker gelegt, damit sie am Sonntagmittag serviert werden konnte. Der Rauch, der den Fleischgeschmack so unverwechselbar macht, kommt von verschiedenen Hölzern, Apfel- und Kirschholz wird gerne genommen. „Schmeckt süß und scharf, sehr saftig“, stellte eine Besucherin fest, die zum ersten Mal ein BBQ-Festival besuchte.

Otto Gourmet aus Oberbruch bemüht sich nicht nur um die Ausbildung von Juroren für zukünftige KCBS-Wettbewerbe, sondern bot an seinem Stand Probierportionen für all diejenigen Besucher an, die nicht auf ihr nächstes Leben als Juror warten wollten. Organisator Roman Schellartz freute sich über die tolle Stimmung, die unter den Teams und bei den Besuchern herrschte. Ein Haarener brachte es auf den Punkt: „Roman, Roman, das musst Du nächstes Jahr wieder machen.“ Zufrieden waren auch die Siegerteams des EUregio Barbecue Festivals: 1. British Bulldog/UK, 2. Miss Piggy´s UK, 3. IQ / NL.

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