EU-Aktion: Schüler schicken ihre Wünsche gen Himmel

Von: hewi
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Eine große Luftballon-Aktion stand im Mittelpunkt des EU-Aktionstages auf dem Erkelenzer Ziegelweihergelände. Foto: Koenigs

Erkelenz. Nach dem gemeinsamen Countdown steigen im Park am Ziegelweiher etwa 1500 Luftballons hinauf in den blauen Himmel über Erkelenz. Jeder einzelne trägt einen Wunsch eines Schülers der Erkelenzer Franziskusschule und Realschule in Form einer Postkarte an das Europa der Zukunft mit sich.

Von Frieden und Verständigung war da die Rede, von Reisen und neuen Freunden in allen europäischen Ländern, aber auch davon, dass die Griechen, Spanier und Zyprier lernen sollen, mit ihrem Geld umzugehen.

So endete die gemeinsame Aktion der Franziskusschule und der Realschule, für die sich die Schüler anlässlich des EU-weiten „Jahres der Bürgerinnen und Bürger“ im Park am Ziegelweiher versammelt hatten.

Europäische Werte

Die Realschule, die Franziskus-schule und die Grundschule Houverath sind die Erkelenzer Europaschulen. Und als solche hatten sie sich für diese Aktion zusammengefunden. Vorangegangen waren Unterrichtseinheiten über Europa. Denn das „alte Europa“ mit Grenzen, Reisebeschränkungen und verschiedenen Währungen haben die meisten der Schüler nicht mehr kennengelernt. „Angesichts der Eurokrise und vieler Europaskeptiker wollten wir den Schülern in Erinnerung rufen, für welche positiven Werte Europa wirklich steht“, erklärte Hedwig Michalski am Rande der Aktion. „Und das ist neben der Reisefreiheit und der Währungsunion vor allem der Frieden“, betonte sie und verwies darauf, dass die Europäische Union auch mit dem Friedennobelpreis ausgezeichnet worden ist.

Die Leiterin der Franziskus-schule und ihr Kollege Willi Schmitz von der Europaschule brauchten von ihren Kolleginnen Silke Esser und Bettina Peiffer nicht lange überredet zu werden, als diese mit der Idee für eine gemeinsame Aktion beider Schulen an sie herantraten. Gemeinsam mit Lehrern, Eltern und Vertretern der Stadt war schnell die Luftballon-Aktion geboren. Durch sie wollten die Schüler ihre Wünsche an Europa hinaustragen in die Welt.

Bürgermeister Peter Jansen grüße die Schüler mit einem „Guten Morgen an die Zukunft Europas“. Denn die Jugend sei der Garant für eine gemeinsame und friedliche Zukunft. Er zeigte sich begeistert von der Idee und hob hervor, dass Europa heute vor allem eines bedeutet, nämlich „seit 70 Jahren Frieden“. Die Krisen, über die man heute im Zusammenhang mit Europa berichtet, hätten früher nämlich Krieg und Zerstörung mit sich gebracht. Heute werde mit Europa an den Schulen selbstverständlich umgegangen.

Silke Esser von der Franziskus-schule betonte, man habe bewusst auf eine Ausstellung oder ein Diskussionsforum verzichtet. Die erste Idee eines Sternlaufs durch Erkelenz sei jedoch an den derzeitigen Baumaßnahmen in der Stadt gescheitert. So habe man sich in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe aus Lehrern und Eltern für die Ballonaktion entschieden und diese über Wochen hinweg akribisch vorbereitet.

In Erkelenz könne man die gemeinsame Seele Europas spüren, betonte sie. Und jedem Zuschauer lief ein Schauer über den Rücken, als die rund 1500 Ballons mit den positiven Wünschen der Schüler in den Himmel aufstiegen, um sich in alle Welt zu verteilen. Nun hoffen die Organisatoren und Schüler natürlich auf ein vielseitiges und reiches Feedback von den Findern der Karten.

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