Erste Wasserski- und Wakeboard-Seilbahn der Region eröffnet

Von: Anna Petra Thomas
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Das löst nicht nur bei den Wakeboardern Begeisterung aus. Auch die Zuschauer sind regelrecht hingerissen von den rasanten Fahrten. Foto: Anna Petra Thomas
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Wer sich nicht ins kühle Nass des Effelder Waldsees begeben möchte, findet am Amici Beach auch genügend Platz zum Entspannen. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg-Effeld. Fünf über zwölf Meter hohe, im Sonnenschein silbern glänzende Masten ragen neuerdings schräg aus dem Effelder Waldsee heraus. Durch ein fast 600 Meter langes Drahtseil sind sie in luftiger Höhe zu einem Oval miteinander verbunden und kündigen Großes an: Am Freitag, 1. Mai, wird hier hinter dem Beach-Club von „Amici Beach“ die erste Wasserski- und Wakeboard-Seilbahn der Region eröffnet.

Wie schon in den vergangenen Tagen bei Testfahrten werden Tobias Haasen und Nico Carper dann ab Mittag erstmals offiziell auf ihren Boards gekonnt über die Oberfläche des Sees gleiten. Dabei werden sie von einem Seil gezogen, das an dem Drahtseil befestigt ist, das sich über ihnen mit rund 30 Stundenkilometern dreht. Haasen und Carper sind echte Freaks in puncto Wasserski und Wakeboard. Sie werden künftig in den Sommermonaten als sogenannte Hebler die Effelder Anlage betreiben.

„Wir haben hier eine der sportlichsten Anlagen in Deutschland“, freut sich Eigentümer Henri Maessen. Normalerweise würden entsprechende Seilbahnen über Masten nur bis zu etwa neun Metern verfügen. Die Effelder Anlage ermögliche aufgrund ihrer einzigartigen Konzeption den echten Freaks die Möglichkeit zu sehr hohen Sprüngen.

Nutzen können sie dazu auch gleich mehrere, im Wasser gut erkennbare weiße Hindernisse, die im Verlauf der Bahn ihren Platz gefunden haben. Dazu gehören zwei sogenannte Kicker, eine Art kleiner Sprungschanze zum Anlauf auf hohe Sprünge oder Drehungen. Hinzu kommen eine „Funbox“ und eine „Butterbox“, die neben einer Auffahrt eine kleine Piste bieten für allerlei Tricks.

„Aber eigentlich braucht es nur Badehose und Handtuch, um hier Spaß zu haben“, betont Maessen. Den Rest, Skier und Schwimmweste, gibt es zum Eintrittspreis dazu. Alles andere, etwa einen Neoprenanzug oder ein Wakeboard, kann man mieten. Es gibt Karten für eine oder zwei Stunden, einen Tag, eine Woche oder ein ganzes Jahr. Im Mai ist die Anlage montags bis freitags ab 14 Uhr geöffnet, samstags und sonntags ab 12 Uhr, jeweils bis Sonnenuntergang. „Die erste Stunde am Sonntag haben wir für Kinder reserviert“, sagt Maessen. „Dann fährt die Bahn langsamer als sonst.“

Besondere Voraussetzungen müsse niemand für ein Wasserskierlebnis mitbringen, betont er. Die Bahn sei so konzipiert, dass sie auch von absoluten Anfängern leicht befahren werden könne. Dafür sei sie auch mit fünf Masten bestückt worden. Diese Konstruktion nehme den ersten beiden Kurven den hohen Winkel. „Bei Bahnen mit nur vier Masten fliegen viele gleich beim ersten aus der Kurve“, weiß er zu berichten.

Acht Fahrer gleichzeitig können sich mit der Effelder Bahn auf dem Wasser amüsieren. „Wenn es voll ist, sind drei Runden erlaubt. Dann muss man sich halt wieder hinten anstellen“, erklärt Maessen die Regeln und hofft auf großen Besuch nicht nur zur morgigen Auftaktveranstaltung. „Schon 300 Schulkinder sind angemeldet“, sagt er.

Mit der Fertigstellung der Seilbahn, die rund eine halbe Million Euro gekostet hat, beläuft sich Maessens Investition in den Effelder Waldsee jetzt auf insgesamt 4,5 Millionen Euro. Vor zwei Jahren ist er in sein ehrgeiziges Projekt gestartet. Zunächst wurde der Tagesstrand wieder eröffnet, im vergangenen Jahr der Campingplatz, der sich großer Nachfrage erfreut, und der Beach-Club.

Auch hier ist die Nachfrage so groß, dass sich der Club am morgigen Freitag mit einem weiteren Gebäude präsentiert. Die Küchenfläche wurde um das Dreifache vergrößert. Insgesamt ist der Beach-Club nun als Veranstaltungsraum für bis zu 600 Gäste gerüstet, die dank Schiebetüren bei gutem Wetter vom Club aus freien Blick auf Strand und See haben. In den vergangenen beiden Jahren habe der Waldsee bereits mehr als 100.000 Besucher gezählt, aus Deutschland und aus den Niederlanden, fügt Maessen hinzu. Derzeit hegt er schon neue Erweiterungspläne, auch auf niederländischem Gebiet, für einen „echten Euregiopark.“

Am morgigen Freitag wird nun jedoch erst einmal gefeiert, mit der Bahn-Eröffnung am Mittag und einem Salsa-Abend. Dazu kommt eine zwölfköpfige Salsa-Band mit Tänzern aus den Niederlanden, aus Belgien und Deutschland nach Effeld. Für den 27. Juni steht dann schon der erste große Wettbewerb für Profifahrer im Kalender der Seilbahn.

Ob Henri Maessen da überhaupt noch daran denkt, in Urlaub zu fahren? „Warum?“, fragt er direkt zurück. „Urlaub, das sind zwei oder drei Wochen im Jahr. Hier hat man jeden Abend ein bisschen Urlaub!“

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