Erneut Radmuttern gelöst: Polizei hat keine heiße Spur

Von: ger/red
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Eine Serie von rund 30 Fällen von gelösten Radmuttern stellt die Polizei im Kreis Heinsberg vor ein Rätsel. Symbolbild: Colourbox

Kreis Heinsberg. Die Polizei meldet schon wieder neue Fälle von gelösten Radmuttern. Drei Autofahrer aus Wassenberg, Ratheim und Tüddern bemerkten die gelösten Muttern an ihren Autos und erstatteten Anzeige bei der Polizei.

Eine Serie von rund 30 Fällen von gelösten Radmuttern stellt die Polizei im Kreis Heinsberg vor ein Rätsel. Einen Täter konnte die Polizei bislang noch nicht fassen. Zudem ist weiter unklar, ob es sich um einen Serientäter oder mehrere Einzeltäter handelt.

In Wassenberg bemerkte die Fahrerin eines weißen Nissan-Geländewagens am vergangenen Dienstag gegen 4.30 Uhr, dass das vordere linke Rad ihres Fahrzeuges merkwürdige Geräusche von sich gab. In einer Werkstatt stellte sich heraus, dass alle Radmuttern gelöst waren. Der Wagen stand zuvor an der Pfarrer-Zurmahr-Straße.

Am Samstag meldete sich der Fahrer eines Opel bei der Polizei: An seinem Auto waren ebenfalls alle Radmuttern des linken Vorderrades gelöst. Das Auto stand in der Nacht zuvor an der Straße Am Waldrand in Ratheim.

In den beiden Fällen in Wassenberg und Ratheim hätten die Autofahrer rechtzeitig gemerkt, dass die Radmuttern gelöst worden waren, „so dass diese wieder angezogen werden konnten und kein Schaden entstand“, teilt die Polizei mit.

Weniger Glück hatte der Fahrer eines Range Rover. Als er am Freitagmorgen gegen 8 Uhr von Tüddern in die Niederlande fuhr, löste sich bei der Fahrt das komplette linke Vorderrad. Der Autofahrer konnte den Wagen trotzdem stoppen. Es entstand ein Sachschaden, Schlimmeres passierte laut Polizei aber nicht. Der Range Rover stand über Nacht vor einem Haus an der Agnesstraße.

Auch in den neuen Fällen bleiben Fragen offen: „In diesen sowie in den bereits zuvor angezeigten Fällen konnte eine definitive Ursache bisher nicht ermittelt werden“, teilt die Polizei mit. Möglich seien „unsachgemäße Reifenwechsel“, falsche Schrauben für Stahl beziehungsweise Leichtmetallfelgen, technische Ursachen, aber auch Felgendiebstähle und eben vorsätzliches Lösen der Radmuttern.

Schon repariert

Die Ermittlungen der Polizei führten bisher noch nicht zu einem Täter – auch weil bisher keine verwertbaren Spuren gesichert werden konnten: „Meist erhielt die Polizei erst im Nachhinein Kenntnis von den Vorfällen. Die Radmuttern waren dann wieder angezogen oder die Schäden schon repariert“, heißt es von der Polizei. Um die Ermittlungen konkretisieren zu können, seien Spurensuche und Spurensicherung an den Fahrzeugen dringend notwendig. „Nur so besteht eine Chance, die Ursache eindeutig zu klären.“

Daher appellieren die Beamten an die Betroffenen, umgehend die Polizei zu rufen, wenn sie gelöste Radmuttern an ihrem Auto bemerken. Sind die Muttern schon wieder festgedreht, sei eine Spurensicherung fast unmöglich.

Hinweise – auch zu verdächtigen Personen – nimmt die Polizei rund um die Uhr unter Telefon 110 oder Telefon 02452/9200 entgegen.

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