Erkelenzer Spätkrimes: Viel Tradition und einige Neuerungen

Von: Helmut Wichlatz
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Sie setzen auf Tradition und einige Neuerungen: Die Macher der Erkelenzer Spätkirmes stehen bereits in den Startlöchern. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Auch die diesjährige Spätkirmes am zweiten Septemberwochenende steht wieder ganz im Zeichen der familientauglichen Unterhaltung. Mit 72 Schaustellergeschäften gehört auch die Spätkirmes neben dem Lambertusmarkt zu den Schwergewichten in der Region. Knapp 200 Schausteller hatten sich zuvor um einen der begehrten Plätze in Erkelenz beworben.

Die Kirmes erstreckt sich vom Dr.-Josef-Hahn-Platz an der Burg über die Burg- und Brückstraße bis zum Johannismarkt. Die Besucher erwartet wieder ein Mix, der allen Altersgruppen gerecht werden soll, versprach Bürgermeister Peter Jansen bei der Vorstellung des Programms. Er hob die benötigte Planung und Vorarbeit bei den Schaustellern und der Verwaltung hervor, die nötig ist, um diese Traditionsveranstaltung zu erhalten.

„Schon im vergangenen Jahr war zu beobachten, dass alle Altersgruppen vom Jugendlichen bis zur Familie mit Kindern zur Kirmes gekommen sind“, sagte er und fügte hinzu, dass das auch schon einmal anders gewesen sei. Gemeinsam mit dem Schaustellerverband setzt man auf einen Mix aus Bekanntem und Neuem.

Der Verband war durch seinen Vorsitzenden Gerd Lynen von Berg vertreten. Er wies auf zwei neue Attraktionen hin, die in Erkelenz Premiere feiern: das rasante Fahrspektakel „High Impress“ und die Geisterbahn „Zombie“, die neben Schock- und Gruseleffekten auch mit Temperaturschocks arbeitet. Fahrgeschäfte wie die Familienachterbahn, ein Kindersportkarussell oder „Die fantastische Reise 2“ sprechen eher die Familien an. Zu den Attraktionen zählt sicher auch das Hochfahrgeschäft „Disco Dance“.

Dazu setzt die Spätkirmes wieder auf Tradition. Zum Beispiel das Feuerwerk, mit dem die Schausteller sich bei einbrechender Dunkelheit am Freitag bei ihren Gastgebern bedanken. Zur Tradition geworden ist auch die „Happy Hour“ am Freitag von 14 bis 15 Uhr.

Amüsierfreudige Sparfüchse kommen bei halben Preisen an allen Fahrgeschäften auf ihre Kosten. Auch der Familienmontag mit 50 Cent Ermäßigung bei allen Eintritts- und Fahrtpreisen ist beliebt. Ebenso die Kirmestaler, bei denen man fünf Euro sparen kann. Sie werden am Montag, 4. September, ab acht Uhr bei der Stadtverwaltung (Zimmer 48) verkauft.

Ein besonderes Ereignis für die Kinder ist der Luftballonwettbewerb auf dem Burghof, zum dem rund 400 Teilnehmer erwartet werden. Jedes Kind erhält einen Luftballon, der mit einer Teilnehmerkarte versehen wird. Im Idealfall werden die Karten von den Findern der Luftballons zurückgesendet nach Erkelenz. Die Kinder, deren Ballons die weiteste Strecke zurückgelegt haben, werden im kommenden Jahr auf der Kirmes zum Lambertusmarkt prämiert.

Peter Fellmin von den Freunden der Burg hat schon ausreichend Luftballons bereitgestellt, damit jedes Kind einen bekommt. Auch bei diesem Wettbewerb verzeichnet die Stadt nicht nur stabile, sondern steigende Teilnehmerzahlen.

Der Burgturm kann am Samstag, 9. September, von 14 bis 17 Uhr genutzt werden, um sich von oben einen Überblick über das Kirmesgeschehen und die Innenstadt zu verschaffen.

Vom 8. bis 11. September gilt auch ein verändertes Sicherheitskonzept in der Erkelenzer Innenstadt, um die Besucher von Kirmes und Schützenumzug vor Anschlägen zu schützen. Auch wenn man wisse, dass absoluter Schutz eine Illusion sei, habe man die Planung – wie schon beim zurückliegenden Lambertusmarkt – an die aktuellen Bedürfnisse angepasst.

Auch die Schützen haben mit einer Tradition gebrochen, um für die Besucher attraktiver zu sein. Bislang feierte die Bruderschaft „Unserer lieben Frau“ von 1418 ihre Festmesse mit anschließender Kranzniederlegung und Parade am Sonntagmorgen. Nun wurde das auf den Samstagabend verlegt. Um 17 Uhr beginnt die Festmesse in St. Lambertus, um 18 Uhr der Umzug mit König Josef Franßen und Schülerprinzessin Angelique Helpenstein. Anschließend wird zum Königsball ins Pfarrzentrum eingeladen.

Der diesjährige Auftritt kann als „Warmlaufen“ betrachtet werden, denn die Schützen begehen im kommenden Jahr ihren 600. Geburtstag auch im Rahmen der Erkelenzer Spätkirmes.

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