Erkelenzer Schüler Landessieger im Fremdsprachen-Wettbewerb

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Christian Storms und sein Bruder Sebastian vor dem Ernst-Barlach-Gymnasium in Unna, wo in diesem Jahr die Preisverleihung stattfand. Foto: cbg

Erkelenz. Nach den zahlreichen Erfolgen der letzten Jahre haben auch in diesem Jahr wieder zwei Schüler des Cornelius-Burgh-Gynasiums beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen im Fach Latein mit hervorragenden Ergebnissen abgeschnitten.

Auf Landesebene belegte Christian Storms, Schüler der Jahrgangsstufe 9, gegen noch dazu ältere Konkurrenz einen ersten, sein Bruder Sebastian einen kaum weniger hervorragenden dritten Platz. Mit Johanna Koch, Elisabeth Ritzka und Andrea Schlipper belegten drei weitere Schülerinnen des CBG jeweils einen vierten Platz.

Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen, an dem inzwischen bundesweit mehr als 15.000 Schüler jährlich teilnehmen, geht auf eine Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft zurück und wird maßgeblich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie von der Kultusministerkonferenz der Länder gefördert. Er wendet sich an sprachbegabte und -interessierte Schüler aller gängigen modernen und alten Fremdsprachen und führt neben Sach- und Geldpreisen bestenfalls zu einer Aufnahme in die Stipendiatsförderung der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Bilderrätsel

Inhaltlicher Schwerpunkt des Wettbewerbs, auf den ein Großteil der Aufgaben bezogen war, war im Fach Latein das Thema „Mönchtum“. Neben der Übersetzung eines lateinischen Textes mussten die Teilnehmer verschiedene weitere Aufgaben bewältigen, in denen sie ihre Lateinkenntnisse unter Beweis stellen konnten, so unter anderem die Lösung eines Bilderrätsels über Eilmer von Malmesbury, einen englischen Benediktinermönch aus dem elften Jahrhundert, der sich neben seinen religiösen Pflichten auch mit dem Gleitfliegen beschäftigte, oder die Entschlüsselung eines Grabsteins aus dem Mittelalter.

Besonderes Gewicht lag auf der Anwendung des Lateinischen für das Verständnis moderner Fremdsprachen. Zu diesem Zweck musste der Inhalt von Vorschriften aus einer Ordensregel des Hl. Benedikt, die den Teilnehmern in italienischer spanischer, französischer, portugiesischer oder rumänischer Sprache vorgelegt wurde, ermittelt werden.

Auch die Erkenntnis, dass die cella eines Klosters eben nicht eine Arrestzelle für straffällig gewordene Mönche ist, sondern deren Privat- und Arbeitsraum, war ein Teil der zu lösenden Aufgaben.

Nur eine Woche später haben es den beiden Brüdern zwei Schülerinnen der Jahrgangsstufe Q1 gleichgetan. Beim „Certamen Carolinum“, einem in Aachen ausgetragenen Wettbewerb für alte Sprachen in NRW, haben Annika Freitag und Sarah Nußbaum das Halbfinale und damit die Runde der letzten 30 erreicht. Grund für den Erfolg waren ihre Facharbeiten, in denen die Schülerinnen unter dem Thema „Die Suche nach der richtigen Lebensart“ eine lateinische Textstelle aus Ciceros Werk „De officiis“ („Über die Pflichten“) interpretiert und aus heutiger Sicht bewertet haben.

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