Erkelenz - Erkelenzer Markt muss angepackt werden

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Erkelenzer Markt muss angepackt werden

Von: Helmut Wichlatz
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Kornelia Brosch vom Teilhabekreis überreicht Bürgermeister Peter Jansen das Protokoll der Marktbegehung. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Erreichbare behindertengerechte Toiletten in der Innenstadt sind schon lange ein Thema in Erkelenz. Auch beim letzten Treffen des Teilhabekreises, zu dem Bürgermeister Peter Jansen gekommen war.

Zuerst überreichte die Gruppe dem ersten Bürger ein Protokoll der Begehung des Lambertusmarktes, die im Vorfeld der Veranstaltung gemeinsam mit dem Veranstalter und Vertretern des Ordnungsamtes durchgeführt worden war. Dabei war besonderer Wert auf Barrierefreiheit auf dem Markt gelegt worden.

Denise Lison von der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) im Kreis Heinsberg lobte die Zusammenarbeit und betonte, dass Anregungen schnell umgesetzt wurden. Schon im vorigen Jahr war auf Anregung des Teilhabekreises neben der Hauptbühne eine Rampe errichtet worden, die Rollstuhlfahrern einen Besuch der Konzerte ermöglichte.

Gute Noten

„Wir waren mit Rollstühlen und Rollatoren an jeder Ecke der Kirmes“, erklärte sie und bescheinigte der Stadt und dem Veranstalter gute Noten. Eigentlich, sagte Lison, war vorgesehen, das entsprechende Protokoll an den Behindertenbeauftragten der Stadt zu überreichen. Im Juni war Peter Wild jedoch aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten, das seit Anfang Juli verwaist ist. Jansen erklärte aber, dass die Stelle nun ausgeschrieben würde und bis Herbst neubesetzt sein solle.

Klaus Labahn, der auch im Arbeitskreis ÖPNV aktiv ist, verwies auf eine alte Forderung: eine behindertengerechte Toilette am Markt oder in erreichbarer Nähe. Dieses Thema sei bei der Stadt schon lange auf der Agenda, sagte Jansen. Dass der Markt für Rollstuhlfahrer eine „Problemzone“ darstelle, sei auch dem Denkmalschutz geschuldet, erklärte er und verwies auf das nicht rollstuhlfreundliche „Altstadtpflaster“ und die nicht zustande gekommene Lösung einer Behindertentoilette im Alten Rathaus.

„Es wäre machbar“, erklärte er und sagte, dass der Markt „angepackt“ werden müsse. Die Kosten einer Behindertentoilette von bis zu 150.000 Euro seien weniger das Problem als die Tatsache, „dass da reichlich Logistik hintersteckt“. In dem Bereich liege die „Hauptschlagader der Innenstadt“. Daher müssten viele Interessen unter einen Hut gebracht werden, bevor man etwas anpacken könne. „Wenn es für die privaten Gastronomen einfache Lösungen gäbe, würden es viele gerne machen“, sagte der Bürgermeister.

Auch die bevorstehende Schließung des Kaiser‘s an der Kölner Straße wurde diskutiert. Gerade Senioren machten vom persönlichen Service des fußläufig erreichbaren Geschäfts Gebrauch, zumal es das einzige mit einer Rollstuhlrampe am Eingang sei, sagten die Teilnehmer der Gesprächsrunde. Jansen sprach von einer „schlechten Lösung“ und versprach, dass man nach einer Lösung suche. Einig war man sich darüber, dass der Traditionsstandort erhalten bleiben sollte. Dies erklärte auch Martina Alba, sie koordiniert und moderiert die lokalen Teilhabekreise mit Denise Lison und Adelheid Venghaus.

Nachbesserungsbedarf gebe es auch beim neuen Standort der Erkelenzer Tafel an der Krefelder Straße. Die Räume im Souterrain seien gerade für Rollstuhlfahrer schwer zu erreichen. Beim nächsten Treffen des Teilhabekreises im November wird Manfred Fröhlich von der Tafel erwartet, mit dem man über das Thema und eine mögliche Lösung reden wird.

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