Erkelenzer Kirchenchor: Ein besonderer Genuss zum Jubiläum

Von: Helmut Wichlatz
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Auch er brillierte beim Festkonzert in der Lambertuskirche: Tenor Salvatore Cordella. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Das Festkonzert zum 125. Chorjubiläum des Kirchen- und Projektchores an St. Lambertus präsentierte die Werke zweier Komponisten, die üblicherweise nicht mit Kirchenmusik in Verbindung gebracht werden. Denn sowohl Giacomo Puccini (1858-1924) als auch Georges Bizet (1838-1875) sind eher für ihre Opernwerke bekannt.

Zum Jubiläum des Kirchen- und Projektchores hatte sich Chorleiter und Kantor Stefan Emanuel Knauer einen besonderen Genuss für Freunde der Kirchenmusik vorgenommen. Puccinis „Messa die Gloria“ aus dem Jahr 1880 und Bizets „Te Deum“, das erst 1970 seine Uraufführung hatte.

Bei dem Konzert unter Knauers Leitung wirkten neben den 65 Sängerinnen und Sängern des Chores auch die Sopranistin Anja Eichhorn, der Tenor Salvatore Cordella sowie Manfred Bühl (Bass) und die Düsseldorfer Philharmonie mit. Die Pfarrkirche St. Lambertus war komplett gefüllt, denn die Erkelenzer Gemeinde hat sich als kirchenmusikalisches Schwergewicht in der Region etabliert. Immer wieder lädt Knauer namhafte Künstler und Ensembles für gemeinsame Konzerte in die Pfarrkirche St. Lambertus ein.

Dabei wird auch darauf geachtet, dass neben dem musikalischen Genuss die Information nicht zu kurz kommt. So auch diesmal. Im Pfarrzentrum erläuterte Pfarrer Dr. Roland Scheulen wieder am Abend zuvor in einem Einführungsvortrag Wissenswertes zu den Werken und ihren Schöpfern.

Das Konzert begann nach der Begrüßung durch Pfarrer Werner Rombach mit der „Messa die Gloria“. Nach dem „Benedictum“ und „Agnus Dei“ richtete Professor Dr. Wolfgang Bretschneider als Präsident des allgemeinen Cäcilien-Verbandes Deutschland das Wort an die Zuhörer. Der Verband mit Sitz in Regensburg vertritt rund 15 000 deutsche Kirchenchöre. Auch den Erkelenzer Kirchenchor. Der wurde 1892 von Dr. Wilhelm Esser als Pfarr-Caecilien-Verein und zunächst als reiner Männer- und Knabenchor gegründet.

Um 1930 entwickelte sich der Chor zu einem gemischten Kirchenchor.

Im zweiten Teil des Konzerts widmeten sich die Akteure dem „Te Deum“ von Georges Bizet, das von der Musikwelt fast vergessen vor sich hin schlummerte, bis es 1970 zur Uraufführung gelangte. Seitdem gehört es zu den eher selten gespielten Kirchenwerken.

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