Erkelenzer diskutieren in Bürger-Workshops über Klimastrategien

Von: Helmut Wichlatz
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Wohin soll es in Zukunft gehen? Bürger befassten sich mit diversen Initiativen und Vertretern aus Wirtschaft und Gewerbe mit dieser Frage. Die speziell auf Erkelenz abgestimmten Ergebnisse aus den insgesamt vier Workshops sollen dann im Rat diskutiert Foto: Stefan Klassen
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Bei ihm laufen im Erkelenzer Rathaus alle Fäden zusammen: Thomas Rolfs.   Foto: H. Wichlatz
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Bei den Workshops sind die Bürger gefragt. Foto: H. Wichlatz

Erkelenz. Das Thema Klima liegt den Erkelenzern am Herzen: In vier Workshops wurde das Thema von allen Seiten beleuchtet und diskutiert. Mobilität und Verkehr, Bauen und Wohnen, Wirtschaft und Umwelt. Moderiert wurde das Verfahren vom Aachener Institut Nowum Energy, das auch die Auswertung der Ergebnisse vornimmt. Am Ende des Prozesses steht ein Klimaschutzkonzept, das im Herbst im Rat diskutiert werden soll.

Darin wird dann der klimapolitische Fahrplan für Erkelenz festgelegt. Für die Stadt ist Thomas Rolfs Ansprechpartner und Schnittstelle in Sachen Klimakonzept. „Wichtig ist, dass die Bevölkerung mitgenommen wird auf diesem Weg“, betonte er. Daher sei es sinnvoll gewesen, dass Initiativen wie der KlimaTisch ebenso in die Organisation und Ausrichtung der Workshops involviert wurden wie Vertreter der Wirtschaft und des Gewerbes.

Der Schwerpunkt lag dabei auf der lokalen Umsetzung. So könne jeder seinen Anteil leisten, erklärte Rolfs. Dabei reicht das Spektrum in Erkelenz von besagtem KlimaTisch bis hin zu Solaranlagen mit Bürgerbeteiligung, Klimaschutz im Wohnungsbau und der Teilnahme am European Energy Award (EEA), der die CO²-Emissionen im Fokus hat und Maßnahmen zur Eindämmung unterstützt und bewertet. „Da befinden wir uns auf der Zielgeraden“, erklärt Rolfs. Im Mai erfolgt ein letzter interner Audit mit einem unabhängigen Fachmann, dann ist die vierjährige Teilnahmezeit vorüber.

Bei den Workshops zum Klimaschutzkonzept konnten Ideen gesammelt werden, die nach der Diskussion in das zu erstellende Konzept einfließen. Der Prozess wird von der Professorin Isabell Kuperjans und ihrem Team ausgewertet. Die konzeptionellen Handlungsempfehlungen sind dementsprechend auf Erkelenz und die Erkelenzer Verhältnisse zugeschnitten.

Insgesamt scheint Erkelenz seine Hausaufgaben gemacht zu haben und verfügt bereits über die erste Solartankstelle für Elektroautos im Kreis. „Man darf sich nicht auf dem Erreichten ausruhen“, weiß Rolfs aber. „Der politische Beschluss im Herbst ist der Startschuss für die Entwicklungen der nächsten Jahre und zugleich eine Verpflichtung.“

Der Klimawandel durch ein Klimaschutzkonzept in Erkelenz soll auf vielen Schultern getragen werden. Dafür sind Netzwerke und Kooperationen, zum Beispiel im Baugeschäft sinnvoll, betont Rolfs. Dabei war das Klimaschutzkonzept anfangs in der Politik nicht unumstritten; beim Beschluss im Rat gab es auch Gegenstimmen.

Großes Interesse an Workshops

Trotzdem sei auch das Interesse seitens der Bevölkerung groß gewesen. Nach einer Auftaktveranstaltung mit über einhundert Teilnehmern in der Stadthalle waren auf den einzelnen Workshops auch stets zwischen 30 und 40 Teilnehmer. „Das hängt ja auch vom Thema ab“, so Rolfs. Der letzte Workshop in der Volksbank zum Thema Bauen und Wohnen war wiederum sehr gut besucht. Nach dem eigentlichen Ende der Veranstaltung wurde noch diskutiert. „Das Interesse hat uns darin bestärkt, dass der Weg stimmt“, unterstreicht Rolfs.

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