Erkelenz - Erkelenz: Gotischer Spitzbogen für den Kreisverkehr

Erkelenz: Gotischer Spitzbogen für den Kreisverkehr

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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So sieht der Vorschlag des Heimatvereins der Erkelenzer Lande für die Gestaltung des neuen Kreisverkehrs an der Brückstraße/Ostpromenade aus. Allerdings fand er nicht die Zustimmung. Repro: Wichlatz

Erkelenz. Der neue Kreisverkehr an der Brückstraße soll künstlerisch aufgewertet werden. Auf der Mitte soll nach Möglichkeit ein Kunstwerk stehen, das an das Brücktor erinnert, das dort einmal gestanden hat und durch das Besucher in die Stadt gelangten. Sieben Vorschläge wurden aus der Bevölkerung eingereicht, die den Anforderungen in Gestaltung und Sicherheit entsprachen.

Der Bezirksausschuss Mitte entschied sich bei seiner Sitzung nach dem Ausschlussverfahren für einen der Vorschläge, der nun weiter verfolgt werden soll.

Abstrahierte Personen

Es ist ein angedeuteter gotischer Spitzbogen, den sich der ehemalige Kunstlehrer Hatto Haak ausgedacht hat. Seine Skizze, die er eingereicht hatte, konnte die Ausschussmitglieder überzeugen. Am Ende war es eine knappe Entscheidung, mit der sich Haaks Entwurf gegen den von Petra Plum durchsetzen konnte.

Dieser stellte zwei überdimensionierte und abstrahierte Personen dar, die mit ihren Armen einen Torbogen bilden. Sicher ein gewagter Entwurf, der den Mitgliedern des Ausschusses durchaus gefiel. Doch sahen sie auch die Gefahr, dass man sich an dieser modernen Anmutung schnell sattgesehen habe. Ein weiterer Nachteil: Der Torbogen, den die beiden Figuren formen, ist nur zu sehen, wenn man sich auf der Brückstraße befindet.

Auch hier hatte Haaks Entwurf den entscheidenden Vorteil, dass er aus allen vier Richtungen als Tor zu erkennen ist.

In einer der nächsten Sitzungen soll der Künstler eingeladen werden, um Fragen zum Material und zur Umsetzung zu besprechen. Ob es mit der Umsetzung so bald etwas wird, hängt davon ab, ob ein Sponsor für das Kunstwerk gefunden werden kann.

„Nicht über Geld sprechen“

Denn die Stadt hat kein Budget dafür. „Es ist kein Geld da, deshalb brauchen wir auch nicht über Geld zu sprechen“, hatte der Ausschussvorsitzende Klaus Steingießer auf entsprechende Bedenken betont.

Auch die anderen Entwürfe trafen bei den Ausschussmitgliedern auf Wohlwollen. Einer sah auch die Bepflanzung des Rondells in der Mitte des Kreisverkehrs mit einem Baum vor, von dem aus zusätzliche Metallinstallationen einen Torbogen andeuteten. Der Entwurf scheiterte aber an der Befürchtung, dass der Verkehr durch das Laub des Baums beeinträchtigt werden könnte.

Ein weiterer Entwurf hatte auf LED-Lichter gesetzt, die nachts das Torbauwerk zum Leuchten bringen sollten.

Weitere Vorschläge hatten sich auf sehr symbolische und kreative Weise mit dem Thema des Tores auseinandergesetzt. Bei den Kosten für Haaks Entwurf wird mit rund 10.000 Euro gerechnet.

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