Erkelenz/Ostbevern - Erkelenz für Bemühungen um Klimaschutz ausgezeichnet

Erkelenz für Bemühungen um Klimaschutz ausgezeichnet

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Ausgezeichnet: Bürgermeister Peter Jansen (2.v.r.) und Technischer Beigeordneter Ansgar Lurweg (1.v.r.) nahmen in Ostbevern den European Energy Award entgegen. Foto: Energieagentur NRW

Erkelenz/Ostbevern. 33 nordrhein-westfälische Städte, Gemeinden und Kreise sind auf Schloss Loburg in Ostbevern im Münsterland mit dem European Energy Award (EEA) ausgezeichnet worden. Zu den Ausgezeichneten gehört auch die Stadt Erkelenz, für die stellvertretend Bürgermeister Peter Jansen und Technischer Beigeordneter Ansgar Lurweg an der Feierstunde teilnahmen.

Die Stadt Erkelenz bekam erstmals den European Energy Award verliehen. Begründung: Die Stadt setze auf den Ausbau der Elektromobilität. Zum Fuhrpark der Stadt gehören zwei Elektrofahrzeuge und vier Pedelecs. Gemeinsam mit Energieversorger NEW wird ein Elektromobilitätskonzept entwickelt. Im Rahmen eines Sanierungskonzeptes für die Straßenbeleuchtung wird der Leuchtenbestand ab diesem Jahr bis 2020 sukzessive auf LED-Beleuchtung umgestellt. Das Investitionsvolumen beträgt rund drei Millionen Euro.

Auf der Auszeichnungsveranstaltung der EnergieAgentur.NRW lobte NRW-Umweltminister Johannes Remmel die Kommunen: „Die Bedeutung der Kommunen beim Klimaschutz kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Dass sich so viele Städte, Gemeinden und Kreise aus NRW erfolgreich am European Energy Award beteiligen, ist der beste Beleg dafür, dass unsere Kommunen ihrer Verantwortung gerecht werden und ihren Bürgern ein Vorbild sein wollen“, so der Minister.

Den European Energy Award erhält eine Kommune, wenn sie mindestens 50 Prozent der Maßnahmen umsetzt, die seit Beginn des Prozesses von akkreditierten EEA-Beratern begleitet werden. Den EEA in Gold erhalten Kommunen, wenn sie mindestens 75 Prozent des Maßnahmenkataloges umgesetzt haben. Dies sind in diesem Jahr Bottrop, Düsseldorf, Greven, Kreis Gütersloh, Iserlohn, Ostbevern, Saerbeck und der Kreis Warendorf.

Zudem wurden ausgezeichnet: Altenberge, Arnsberg, Brühl, Kreis Coesfeld, Dülmen, Ennepe-Ruhr-Kreis, Ennepetal, Eschweiler, Essen, Geldern, Kevelaer, Lengerich, Leverkusen, Lotte, Marl, Paderborn, Rheda-Wiedenbrück, Rheinberg, Senden, Sendenhorst, Siegburg, Solingen, Westerkappeln und Witten. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden 26 Kommunen ausgezeichnet.

Die Kommunen werden bewertet für verschiedene Projekte – vom Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Düsseldorf bis zum Ausbau des Radwegenetzes in Sendenhorst oder der Gewässerrenaturierung in Arnsberg. Minister Remmel betonte, dass der European Energy Award das Instrument des Landes sei, um Städten und Gemeinden bei der systematischen Erschließung ihrer Nachhaltigkeitspotenziale zu helfen. „Kommunen sind wichtige Verbündete, wenn es darum geht, unsere Klimaschutzziele zu erreichen.

Mit dem EEA geben wir ihnen ein Instrument in die Hand, der Bedeutung dieser Rolle auch gerecht zu werden“, so der Minister weiter. Zudem verwies Remmel auf die ökonomischen Vorteile, die Kommunen winken, wenn sie erneuerbare Energien nutzen. Remmel: „Klimaschutzbemühungen einer Kommune sind ein „weicher“ Standortfaktor und stärken die Position der Kommune im Wettbewerb um die Ansiedlung von Unternehmen. Gleichzeitig verbessern Kommunen auf diese Weise die Lebensqualität.“

„Der European Energy Award ist ein Prozess. Einmal auditiert müssen die Kommunen die Leistungen in regelmäßigen Abständen bestätigen. Schließlich ist der Klimaschutz eine Daueraufgabe“, erklärte Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, bei der Feierstunde.

„Der EEA besitzt für Kommunen einen so hohen Stellenwert, mit dem sie systematisch Handlungsoptionen und Gestaltungsfähigkeit auf dem Feld des Klimaschutzes erhalten.“ Davon könnten auch finanzschwache Kommunen profitieren, da der European Energy Award durch das Land gefördert werde, so Schneider.

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