Erkelenz: Der Rosenmontagszug wird nicht nachgeholt

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Leere statt Narrentreiben: Der ­Rosenmontagszug in Erkelenz war abgesagt worden. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Der Vorstand der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft (EKG) hat beschlossen, den Rosenmontagszug nicht nachzuholen. Als Grund nannte die EKG, dass kein Termin in der nahen Zukunft gefunden werden konnte, an dem alle Akteure, die man für einen Karnevalszug braucht, zusammen zu bringen waren.

Die EKG hatte den Rosenmontagszug am 8. Februar 2016 wegen einer Sturmwarnung abgesagt. Als Nachholtermin hatte die Gesellschaft zunächst den Mittfastensonntag, 6. März, präferiert. „Um einen Karnevalszug zu veranstalten, bedarf es vieler Genehmigungen und helfender Hände, die zu koordinieren sind“, teilte die EKG am Dienstag mit.

Der Versuch, einen gemeinsamen Termin mit der Stadt Erkelenz, der Polizei, dem THW, dem DRK, Sicherheits-Unternehmen, Verleihern von Absperrgittern, Müllentsorgern und Caterern zu finden, sei gescheitert. „Leider zeigten die Gespräche, dass weder zu unserem Wunschtermin, noch in zeitlicher Nähe ein Termin gefunden werden kann, an dem alle notwendig zu beteiligenden Behörden, Institutionen, Firmen und Personen zusammen zu bringen sind“, hieß es von der EKG.

Die Gesellschaft betonte, dass der Vorstand den Rosenmontagszug „schweren Herzens“ und in enger Absprache mit dem Prinzenpaar Michael I. und Ute I. abgesagt hatte. „Die amtliche Sturmwarnung ließ keine andere Entscheidung zu“, teilte die EKG mit. Nach Ansicht der Karnevalisten wäre es grob fahrlässig gewesen, den Umzug trotz Warnung ziehen zu lassen.

Man habe befürchtet, dass der Versicherer des Zuges nicht für etwaige Schäden aufgekommen wäre. Dann hätten die EKG und der Vorstand gehaftet, hieß es. „Abgesehen von den haftungsrechtlichen Erwägungen, hatte die EKG die Verantwortung für die Sicherheit und Unversehrtheit von mehr als 2000 Zugteilnehmern und erwarteten 20.000 Zuschauern zu tragen. Nach unserem Selbstverständnis geht die Sicherheit immer vor dem Vergnügen.“

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