Erkelensia feiert ihren 1050. Geburtstag

Von: Helmut Wichlatz
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Geburtstagskomitee: Dr. Hans-Heiner Gotzen, Stadtarchivarin Dr. Alice Habersack, Bürgermeister Peter Jansen, Günther Merkens vom Heimatverein und Friederike Grates (Stadtverwaltung). Foto: hewi

Erkelenz. Im Jahr 966 wurde Erkelenz erstmals urkundlich erwähnt. Kaiser Otto I. überschrieb unter anderem Erkelenz an den Marienstift in Aachen. Den 1050. „Geburtstag“ der Stadt feiern Verwaltung und Heimatverein im September mit einem Vortrags- und Festabend in der Stadthalle sowie einer Ausstellung im Alten Rathaus.

Zu sehen sein wird neben einer Aufarbeitung der Stadtgeschichte von den Anfängen bis zum Wiederaufbau nach dem Weltkrieg auch die Urkunde, in der der Landtausch festgehalten ist.

Man habe sich ganz bewusst dagegen entschieden, den Geburtstag zum Anlass für ein weiteres Volksfest zu machen, sagte Bürgermeister Peter Jansen. Der Lambertusmarkt, der aus dem „Historischen Jahrmarkt“ anlässlich des Stadtjubiläums 1976 hervorgegangen ist, brauche keine hausgemachte Konkurrenz.

„Die Stadt hat viele Feste“, erklärte er. „Da muss nicht noch eines dazukommen.“ Daher habe man sich schnell entschlossen, das historische Ereignis in einem angemessenen Rahmen mit allen interessierten Bürgern zu feiern. Der Eintritt zum Festabend ist frei, betonte Friederike Grates, die die Planung koordiniert. Jedoch werde darum gebeten, sich frühzeitig bei der Stadtverwaltung anzumelden, damit man den Abend besser organisieren kann.

Der Termin Samstag, 10. September, wurde bewusst gewählt. Denn dann soll anlässlich der Burgkirmes auch das Schutzdach auf dem Burgturm fertig sein. Der Heimatverein wird darüber hinaus zu diesem Anlass auch seine zweibändige Transkription der Baux-Chronik präsentieren, wie der Vorsitzende Günther Merkens betonte. Übersetzt hat sie der Mannheimer Wissenschaftler Prof. Hieram Kümper, der auch die Vorstellung übernimmt. Stadtarchivarin Dr. Alice Habersack wird über die frühen Jahre von der ersten Erwähnung 966 bis zum Beginn der Aufzeichnungen durch Mathias Baux im 15. Jahrhundert berichten. Die Hexenprozesse im Erkelenzer Land beleuchtet Dr. Claudia Kauertz vom Landschaftsverband Rheinland.

Musikalisch untermalt

Musikalisch gestaltet wird der Festabend vom Cornelius-Burgh-Chor des Heimatvereins. Unter der Gesamtleitung von Reinhold Richter wird der Chor Werke von Cornelius Burgh (circa 1590 bis 1638), Jakob van Eyck (1590 bis 1657) und Johannes Jeep (1582 bis 1644) vortragen.

Am Sonntag beginnt dann um 11 Uhr die Ausstellung im Alten Rathaus, in der die Geschichte vom frühzeitlichen „Erklensia“ des Jahres 966 bis zum Wiederaufbau anschaulich dargestellt wird.

„Aus der Woche mit Ausstellung und Vortragsabend soll sich etwas entwickeln“, erklärte der erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen. „Wir hoffen, das Interesse der Bürger für die Geschichte der Stadt zu wecken.“

Darin sieht Günther Merkens auch die Aufgabe des Heimatvereins. Er betonte, dass das Landesarchivgesetz die Aufgaben der Archive nicht nur in der Archivierung sehe. Vielmehr sei es ein „eindeutiger Auftrag“, das Wissen auch zugänglich zu machen. Dies sei auch das Ziel der Zusammenarbeit zwischen Verein und Stadtarchiv.

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