Erfolgreiches Jahr des Arbeitskreises „Dritte Welt“

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Heinsberg-Karken. Bei der Generalversammlung des Arbeitskreises „Dritte Welt“ Karken konnte die Vorsitzende Maria Houben auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die Projektpartner erhielten Spenden in Höhe von 26.000 Euro.

Dank der Spendenbereitschaft – auch über Karken hinaus – und der Hilfe vieler Freiwilliger bei der Sternsingeraktion und des „Tages der Dritten Welt“ konnte im vergangenen Jahr so viel Geld an mehrere Projektpartner in den Ländern der Dritten Welt überwiesen werden. Die Schwerpunkte der Hilfe liegen in Tansania und Haiti.

Maria Houben berichtete über die Projekte, über die Schwierigkeiten und Verhältnisse vor Ort. So schrieb zum Beispiel die deutsche Schwester Lucia, die als Physiotherapeutin im Haus St. Loreto in Tansania arbeitet, wo circa 65 körperlich behinderte Kinder ein Zuhause gefunden haben, dass die tansanischen Mitschwestern den Sinn der Physiotherapie nicht verstehen und auch nicht nachvollziehen können. „Hier treffen Welten aufeinander“, schreibt sie.

Doch die Erfolge sind beachtlich. Schwester Lucia begleitet die Kinder zu den Operationen ins Krankenhaus, macht Therapie, sorgt für die Prothesen und versucht den Kindern so etwas wie Geborgenheit zu geben. Dies alles ist nur mit der finanziellen Hilfe aus Deutschland möglich.

„Da wir jetzt Strom haben und Waschmaschinen anschaffen konnten, brauchen die Schuluniformen nicht mehr mit der Bürste von den Kindern gewaschen zu werden. So dürften die Uniformen eine deutlich längere Lebensdauer haben“, schreibt sie.

In Haiti ist die ehemals belgische Krankenschwester Angelika Hoffmann als Partnerin des Arbeitskreises sehr aktiv. In Fort-Liberté kümmert sie sich um die schulische Ausbildung von Kindern, deren Eltern nicht in der Lage sind, das Schulgeld und die weiteren Kosten zu zahlen.

Außerdem hat sie eine Krankenpflegeschule ins Leben gerufen. Für viele Schüler der Krankenpflegeschule ist es ein Problem, die Schulkosten aufzubringen. Viele können sich auch keine richtige Mahlzeit leisten. Trotzdem, so berichtet Angelika Hoffman, sind sie überaus motiviert und engagiert.

Auch für ein landwirtschaftliches Pilotprojekt kam Hilfe aus Karken. Es wurde eine Bewässerungsanlage errichtet, und nach nur zwei Tagen erwachte die Natur auf den Feldern, die in verschiedene Parzellen eingeteilt wurden, schon zu neuem Leben.

Landwirtschaft ist die Zukunft Haitis. Im Dezemberbrief schreibt Hoffmann, dass die öffentliche Stromversorgung in Fort-Liberté sehr schlecht ist und an vielen Tagen nur zwei Stunden Strom am Tag zur Verfügung steht. Die Hoffnung, dass die Lage sich verbessert, sei gering. Sie dankt für die finanzielle Hilfe aus Karken, die für so viele junge Menschen ein Hoffnungsschimmer ist.

Neben den Berichten aus der Dritten Welt ging es bei der Versammlung natürlich auch um vereinsinterne Regularien. Die Kassenprüferinnen Agnes Wambach und Tilde Apel bescheinigten Kassierer Franz-Josef Hausmann eine einwandfreie Kassenführung, der Vorstand wurde entlastet und einstimmig für drei Jahre in seinen Ämtern bestätigt.

So ist Maria Houben weiterhin Vorsitzende, mit Schriftführerin Monika Achten und Sonja Rongen und Herbert Kremers als Beisitzern an ihrer Seite. Maria Houben bedankte sich bei allen Helfern, besonders der KfD und der Leprastrickgruppe, die den Arbeitskreis seit mehr als 40 Jahren beim „Tag der Dritten Welt“ unterstützen.

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