Entwicklungen an der Gesamtschule nehmen Fahrt auf

Von: her
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Peter Ruske, Eva Baumann-Blans und Bernhard Bonus bilden derzeit das Führungsteam der Gesamtschule Heinsberg. Foto: Herwartz

Heinsberg. Das erste Jahr ist vorbei und die Entwicklungen an der Gesamtschule Heinsberg nehmen immer mehr Fahrt auf. Das gilt für die didaktischen Aspekte ebenso wie für strukturelle und organisatorische. Bald, so erläutert Schulleiter Peter Ruske, soll das Leitungsteam statt bislang aus nur zwei Personen, aus sechs bestehen.

Neben Ruske und seinem Vize Bernhard Bonus gehört jetzt schon Eva Baumann-Blans als Abteilungsleiterin für die Jahrgänge 5 bis 7 dazu. Folgen werden im Laufe der nächsten Jahre dann noch je ein Abteilungsleiter für die Klassen 8 bis 10 und für die Oberstufe, wenn diese dann eingerichtet sind. Auch einen didaktischen Leiter soll es bald geben. „Die Personalie mit Frau Baumann-Blans freut uns sehr“, sagt Bonus. „Im Gründungsjahr lag die ganze Arbeit auf nur zwei Schultern.“ In den letzten drei Jahren war die 45-jährige Eva Bau-mann-Blans kommissarische Leiterin der auslaufenden Hauptschule in Gangelt. Sie wird den Status einer Rektorin auch in ihrer neuen Funktion behalten.

Doch nicht nur die Führungsarbeit an der Gesamtschule erfährt eine Änderung, auch die Art des Unterrichts. „In diesem Schuljahr beginnen wir mit dem jahrgangsübergreifenden Lernen in unseren Lernbüros und der Kulturarena“, erklärt Ruske. 14 Stunden pro Woche sollen die Kinder in den Büros lernen. „Weil wir nicht nur auf das inhaltliche, sondern auch auf das soziale Lernen setzen“, sagt Ruske.

Innerhalb einer Jahrgangsstufe, der fünften Klasse, ist den Kindern das Lernen im „Büro“ schon bestens bekannt. „Die Sechser haben nun schon Erfahrung mit dieser Form des Unterrichts, der sich durch starke Individualisierung und Orientierung am jeweiligen Leistungsvermögen der Schüler auszeichnet. Der erste Ansprechpartner ist dann nicht der Lehrer. Wir erhoffen uns, jetzt auch von den Schülern zu profitieren.“ Bonus erläutert eine Idee, die dahintersteckt. „Was ich einem anderen erkläre, habe ich selbst auch noch mal in einer völlig anderen Weise durchdrungen.“

Die sogenannte Kulturarena sei in diesem Zusammenhang ein Angebot der Nebenfächer Hauswirtschaft, Technik, Kunst, Religion, Musik, Kunst und Textilgestaltung. „Statt in ein oder zwei Stündchen pro Woche den Unterricht eventuell dahinplätschern zu lassen, haben wir uns dafür entschieden, die Fächer quartalsweise in Blockform fünfstündig pro Woche anzubieten“, beschreibt Bonus das Konzept. „Es findet auch jahrgangsübergreifend statt und ist in der Abfolge wählbar. Zum Teil sogar was die Themenschwerpunkte angeht.“

Um jedoch gleich eine etwaige Unsicherheit bei den Eltern auszuräumen im Hinblick auf die Frage, ob denn so auch all das gelehrt werde, was nötig ist, ergänzt Ruske: „In einem Doppeljahrgang werden alle Kinder den für sie vorgesehenen Unterricht erhalten, aber eben nicht mit dem Salzstreuer.“ Neben den Wahlpflichtfächern Deutsch, Mathematik, Englisch steht auch Gesellschaftslehre auf dem Stundenplan. Und mit Beginn der Klasse 6 gibt es jetzt auch Spanisch als Wahlpflichtfach.

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