Entscheidung über einen Masterplan trifft nun der Rat

Von: mb
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Wegberg. Im Ausschuss für Stadtentwicklung und -planung (STEP) haben zwei weitere Planungsbüros (aus Köln und Aachen) ihr Leistungsprofil zu Erstellung eines Masterplanes für den Siedlungsschwerpunkt Wegberg vorgestellt. Ein dritter Anbieter, ebenfalls aus Köln, hatte das bereits in der September-Sitzung getan.

Der Masterplan soll als Rahmenkonzeption für den Siedlungsschwerpunkt mit den derzeit ausgewiesenen Wohnbauflächen von rund 18 Hektar und der langfristig vorgesehenen Wohnbauentwicklung im Innenring (Gerichhausen) mit etwa 22 Hektar dienen.

Zudem sollen Erschließungs-, Bau- und Grünstruktur konkretisiert und Auswirkungen auf die technische und soziale Infrastruktur (Verkehr, Entwässerung, Kindergärten, Schulen) aufgezeigt werden. Für die Realisierung des Planes sind Mittel in Höhe von 40.000 Euro im Haushalt 2016 eingestellt worden.

Die Auftragsvergabe war eigentlich im nichtöffentlichen Teil der Sitzung vorgesehen. Die Entscheidung wurde aber, um sich mit den neuen Informationen gründlich auseinandersetzen zu können, in die Sitzung des Rates am 20. Dezember verschoben.

Der Masterplan sei „Regiebuch für Verwaltung, Bürgerschaft und Politik“, hatte SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Wolters bereits im Vorfeld der Sitzung betont. Die strukturellen Defizite in Wegberg seien unter anderem auch in falschen Weichenstellungen bei der Wohnbauflächen-Entwicklung der Vergangenheit begründet.

Die Ausweisung neuer Wohnbauflächen biete aber die Chance, dies zu korrigieren, ergänzte SPD-Ratsmitglied Mark Bonitz. Die Abwägung von Chancen und Risiken müsse durch entsprechende Expertise untermauert werden, die weder in der Politik noch in der Verwaltung vorhanden sein dürfte.

Die externe Vergabe gewährleiste zudem eine objektive Betrachtungsweise, da waren sich beide einig. Eindringlich forderte Ralf Wolters einen „parteiübergreifenden Grundkonsens“ beim Thema Masterplan.

Dieser Grundkonsens ist aber offensichtlich bereits mit Beschluss der STEP-Sitzung vom 5. April dieses Jahres hergestellt worden. Für die Erstellung des Masterplans stimmten damals 17 Ausschussmitglieder bei einer Ablehnung und 4 Enthaltungen.

Wegberg wird also einen Masterplan bekommen, um die Entwicklung der Stadt zu fördern. Welcher Anbieter den Zuschlag erhält, wird der Rat am 20. Dezember entscheiden.

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