Ende 2021 soll in der Lambertuskirche die neue Orgel erklingen

Von: Helmut Wichlatz
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Bekommt noch vor dem Einbau der Orgel einen frischen Innenanstrich und eine neue Lautsprecheranlage: die Lambertuskirche. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. „Die Nuss ist geknackt“, erklärte Pfarrer Werner Rombach. Mit der „Nuss“ ist die Cornelius-Burgh-Orgel gemeint. Die neue Orgel der Pfarrkirche St. Lambertus soll Ende 2021 an Ort und Stelle stehen und vor allem einsatzbereit sein. Im Gemeindebüro der Pfarrei Christkönig unterzeichneten Vertreter der Kirchengremien und Orgelbaumeister Martin Scholz den entsprechenden Werkvertrag.

Rund 1,2 Millionen wird sie kosten. Bis auf einen Restbetrag von 146.000 Euro ist die Summe gedeckt, wie Josef Viethen vom Orgelbauverein betonte. Noch zu Beginn des Jahres sah das anders aus. Doch Spenden von mehr als 600.000 Euro sorgten dafür, dass das selbstgesetzte Limit von 80 Prozent des Gesamtpreises vor Auftragserteilung schneller erreicht wurde. „Die Erkelenzer wollen die neue Orgel“, ist sich Viethen sicher und betont, dass das spendenfinanzierte Projekt Orgel für die Gemeinde keinerlei finanzielle Nachteile habe.

Pfarrer Werner Rombach erinnerte noch einmal an die Diskussionen zwischen dem Pfarrgemeinderat und dem Kirchenvorstand, ob man die damalige Oberlinger-Orgel weiter „verschlimmbessern“ oder sie durch eine neue Orgel ersetzen solle. Die Entscheidung für die neue Orgel sei letztlich einmütig getroffen worden. 2009 gründete sich der Orgelbauverein und ein Jahr später wurde das Projekt ausgeschrieben.

Der Entwurf des Mönchengladbacher Orgelbaumeisters Scholz überzeugte und führte auch zur Errichtung der Empore im Turmraum, wo die neue Orgel stehen soll. Er nahm sich auch der Chororgel an, die anstelle der Oberlinger-Orgel den Platz am Altar eingenommen hat. Sie stammt aus der Borschemicher Kirche und wird auch später als zweite Orgel in St. Lambertus genutzt.

Kantor Stefan Emanuel Knauer gerät ins Schwärmen, wenn er über die Cornelius-Burgh-Orgel und ihre „sinfonische Ausrichtung“ spricht. Von der Disposition her sei sie „deutsch-romantisch intoniert“, ergänzt Scholz sachlich und nennt Daten: 50 Register mit rund 3200 Pfeifen wird sie haben. Sie verteilen sich auf das Hauptwerk, das Schwellwerk, das sogenannte Rückpositiv und die Pedale.

Mit der Arbeit beginnt Scholz Ende 2018. Die Orgel wird in seiner Werkstatt einmal komplett auf- und wieder abgebaut, bevor sie in Erkelenz auf der Empore ihren endgültigen Platz findet. Der Bau ist in drei Abschnitten geplant. Der erste umfasst die Erstellung des Orgelwerks mit zunächst 37 Registern, wobei das Gehäuse und der Spieltisch bereits für die spätere Aufrüstung auf 50 Register ausgelegt sind.

Die Basisversion soll 2021 in der Adventszeit fertiggestellt und vor allem einsatzbereit sein. Anschließend wird die Orgel um drei „tiefe“ Register und weitere Pfeifen (Posaune und Fagott) für Pedal und Hauptwerk ergänzt und komplettiert.

Die fehlenden 146.000 Euro sollen durch Spendenaktionen und Orgelpatenschaften zusammenkommen. „Jeder sollte eine Pfeife haben, das gehört zum guten Ton“, brachte Viethen die Patenaktion auf den werbewirksamen Punkt.

Doch auch die Pfarrkirche selbst soll nicht zu kurz kommen. Pfarrer Rombach kündigte einen Innenanstrich in der Kirche und die Installation einer neuen Lautsprecheranlage an, die noch vor dem Einbau der Orgel stattfinden sollen.

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