Emilie-Schneider-Gedenktag: Unüberhörbarer Ruf nach Seligsprechung

Von: tsch
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Aus Haaren und Umgebung reiste die große Besuchergruppe zur St.-Josephs-Kapelle, wo sich das Grab der Haa-rener Ordensschwester Emilie Schneider befindet. Foto: tsch

Waldfeucht-Haaren. Das Gedächtnis an die Haarener Ordensschwester Emilie Schneider hat für viele Menschen einen großen Stellenwert. Insbesondere die alljährliche Busfahrt zum Emilie-Schneider-Gedenktag in Düsseldorf gehört deshalb fest zum Jahresprogramm dazu. Die Organisatoren waren stolz darauf, dass ein ganzer Reisebus bei der Fahrt zur ehemaligen Wirkungsstätte der Ordensschwester nach Düsseldorf gefüllt werden konnte.

In der Nähe des altehrwürdigen Theresienhospitals, in dem die 1820 in Haaren geborene Emilie Schneider bis zu ihrem Tode 1859 Oberin war, wurde im großen Saal des Lambertushauses das Treffen organisiert. Neben der hervorragenden Versorgung durch die Schwestern vom heiligen Kreuz mit Kaffee und Kuchen wurde auch wieder geistige Nahrung geboten.

Der Vortrag mit dem Thema „Die dunkle Nacht der Seele bei Schwester Emilie Schneider und der heiligen Mutter Teresa von Kalkutta“ zeigte hierbei in einem ganz ungewöhnlichen Vergleich große Parallelen zwischen diesen herausragenden Ordensfrauen auf.

Der Direktor der Diözesanstelle für Berufungspastoral im Erzbistum Köln, Pfarrer Regamy Thillainathan, verstand es, sehr anschaulich die Gemeinsamkeiten dieser beiden Persönlichkeiten herauszuarbeiten. Ganze 90 Jahre sowie Wirkungskreise auf der jeweils anderen Seite der Erde mochten zwar die Ordensfrauen in ihrem Leben getrennt haben. Erstaunlich ist jedoch, dass ihre große karitative Fürsorge und ihr tiefes religiöses Empfinden sowie ihre Spiritualität auch von einer dunklen Seite des Zweifels und der Angst geprägt waren.

Bei beiden Personen wurde dies erst nach ihrem Tod bekannt. Es zeige aber letztendlich auch die menschliche Seite der Ordensschwestern, die genau wie jeder Gläubige mit Gott und der Welt ringen mussten. Ihren Weg und ihre Bestimmung hatten sie jedoch dabei nie aus den Augen verloren und konnten so zum Segen für ihre Mitmenschen werden.

Auch das sei sicherlich ein Grund dafür, dass bis heute der Ruf nach Seligsprechung der Schwester Emilie Schneider nicht verstummt ist. Ihre Verehrung brachten die Besucher danach am Grab der Ordensschwester in der St.-Josephs-Kapelle mit einer kurzen Gebets-Statio zum Ausdruck.

Feierlicher Abschluss war das Festhochamt in der St.-Lambertus-Basilika mit Stadtdechant Ulrich Hennes und Monsignore Dr. Thomas Vollmer als stellvertretender Postulator des Seligsprechungsprozesses.

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