EKG-Vorsitzender spart nicht mit Kritik

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
14106217.jpg
Geehrte Karnevalisten: Kurt Hupke (ab 2.v.l.), Ria Speen, Meinhard Schwark und Gabriele De Bache-Klimberg. EKG-Vorsitzender Franz Rick (r.) und Reiner Tetz (l.) gratulierten. Foto: Helmut Wichlatz
14106218.jpg
Gereimte Kritik: Franz Rick beim Zugfrühstück. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Das Zugfrühstück im Alten Rathaus nimmt die EKG gerne zum Anlass, um verdiente Mitglieder zu ehren und sich selbst auch ein wenig zu feiern, bevor man sich auf die Wagen schwingt und zum – in diesem Jahr äußerst kurzen – Rosenmontagszug durch die Erkastadt startet. Auch diesmal wurde wieder geehrt.

Gabriele de Bache-Klimberg, Ria Speen und Meinhard Schwark konnten sich aufgrund der langen Mitgliedschaft über den goldenen Verdienstorden freuen. Und da war Kurt Hupke, der gemeinsam mit Heinz Goeres und Karl-Eugen Luther zu den „Erfindern“ der Erkelenzer Möhnen gehört. Heute noch ist er als Ehrenmitglied bei den Möhneleut dabei und nahm die Auszeichnung auch im Namen seiner damaligen Miterfinder entgegen. Für den musikalischen Part sorgten der „Hofsänger“ und Ex-Prinz Markus Forg und sein Vater Kurt. Beide gehören zum Erkelenzer Karneval wie die Möhnen in den Bäumen und an den Fenstern der Häuser.

Das Zugfrühstück benutzte der EKG-Vorsitzende und Ex-Prinz Franz Rick aber auch für kritische Worte. Die brachte er – Karnevalist durch und durch – in Reimform vor. Der Karneval in Erkelenz, so erklärte er, sei „auf dem absteigenden Ast“. Veranstaltungen wie Jeckelenz und die Stunksitzung lockten das Publikum an, während man sich bei der EKG sage, dass „et immer jot jejange“ sei. Er sei angetreten, um die EKG zukunftsfähig zu machen, doch „bald verging auch mir das Lachen“. Veränderungen seien wichtig, doch dazu brauche man „Leute, die anpacken und nicht nur prahlen und viel Geld, um Neues zu bezahlen“.

Beides sei rar in der EKG. Auch seine Idee, eine Ehrengarde zu gründen, sei nicht auf viel Gegenliebe gestoßen. Und das, obwohl durch die neue Garde schon rund 13.000 Euro in die Kasse der EKG geflossen seien. Die Ablehnung, so betonte Rick, habe Gründe. „Es geht wie überall auf der Welt um Machterhalt und Geld“, erklärte er. Darüber, welche Uniform die neue Garde tragen solle und ob sie das EKG-Wappen benutzen dürfe, entbrannte Streit. Schlussendlich sei ihm sogar nahegelegt worden, sein Amt niederzulegen, obwohl der Kassenstand der EKG eine eindeutige Sprache spreche. „Ich häng nicht an den Dingen und man soll niemanden zu seinem Glück zwingen“, erklärte er. Er schloss er seinen Redebeitrag mit der Erkenntnis, dass der Vorsitzende „immer das schwarze Schaf“ sei.

Das Thema ist noch nicht vom Tisch. Entschieden werde es auf der Jahreshauptversammlung, erklärte Rick am Rande der Veranstaltung. Dem Erkelenzer Karneval bleibe er „als schwarzes oder weißes Schaf“ auf jeden Fall treu.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert