Heinsberg - Ekachai Jearakul verzaubert erneut seine Heinsberger Zuhörer

Ekachai Jearakul verzaubert erneut seine Heinsberger Zuhörer

Von: Anna Petra Thomas
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Ekachai Jearakul kam nach dem Gewinn des Publikumspreises beim Gitarrenfestival 2013 zum zweiten Mal nach Heinsberg. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Es hat Tradition beim internationalen Gitarrenfestival in Heinsberg, dass die Volkshochschule den Sieger des Publikumspreises noch einmal zu einem Konzert einlädt. So kam Ekachai Jearakul nach seinem Erfolg beim Festival 2013 zum zweiten Mal nach Heinsberg, um das Publikum mit seinem Spiel zu verzaubern.

Unterstützt wurde das Konzert auch dieses Mal von der Jugendmusikschule Heinsberg. War die Anreise im vorigen Jahr gar nicht so weit, weil der 1987 geborene Thailänder damals noch in Salzburg studierte, war er für sein Konzert jetzt eigens aus Bangkok nach Düsseldorf geflogen.

Wie Roman Viazovskiy, der künstlerische Leiter des Gitarrenfestivals, zu berichten wusste, war der junge Gitarrist erst vor zwei Monaten nach Abschluss seines Studiums in seine Heimat zurückgeehrt. Im August wird er im australischen Sydney ein zweijähriges Promotionsstudium bei Marco Tamayo beginnen.

Gekommen waren zum Konzert, zu dem VHS-Fachbereichsleiter Ingo Rümke erstmals in der neu gestalteten Christuskirche begrüßte, nicht nur die großen Fans des Gitarrenfestivals, sondern auch viele Gitarrenschüler der Jugendmusikschule.

Aber auch neue Fans fand das Gitarrenfestival an diesem Abend. So war zum Beispiel ein Gitarrenfan aus Mönchengladbach dabei, der bei der Suche nach einer Gitarre im Internet eher zufällig auf das Festival gestoßen war und fasziniert war von der Qualität der Darbietung im Konzert. Und nicht nur er freut sich schon auf das nächste Festival im Mai 2015. Auch Ekachai Jearakul will auf jeden Fall wieder dabei sein, versprach er.

Zu Gehör brachte der Ausnahmegitarrist Stücke aus gleich vier Jahrhunderten. Die Sonata Nr. 13 für Laute von Silvius Leopold Weiss (1687-1750), sein drittes und letztes Stück vor der Pause präsentierte er dabei sogar in einem eigenen Arrangement.

Gute Akustik

Zuvor hatte Ekachai Jearakul bereits in der Fantasie op. 19 von Luigi Legnani (1790-1877) mit einem eindrucksvollen Rhythmenwechsel begeistert. In diesem wie auch im zweiten Stück, der Sonatina op. 52 von Lennox Berkeley (1903-1989), verdeutlichte er die Brillanz seines Spiels auch durch die ganz leisen Töne, die dennoch ganz deutlich vernehmbar blieben, nicht zuletzt durch die gute Akustik des Kirchenraumes.

Ebenso viel Gefühl legte er nach der Pause auch in die lauten Töne, etwa im Allegro man non troppo der Sonata III von Manuel Maria Poncé (1882-1948) oder im Danza de las diosas negras des Rito de los Orisha von Leo Brouwer (1939).

Ohne Zugabe ließ das begeisterte Publikum den Künstler nicht ziehen. Dabei präsentierte er zwei eigene Stücke, die er unter dem Titel „King of Thailand“ komponiert hat.

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