Wassenberg - Einladung ins Rathaus: Neubürger fragen kritisch nach

Einladung ins Rathaus: Neubürger fragen kritisch nach

Von: Johannes Bindels
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Neu in Wassenberg: Zur Begrüßung gab es eine historische Stadtführung mit Sepp Becker (r.) und Walter Bienen (2.v.r.) vom Heimatverein. Foto: Johannes Bindels

Wassenberg. Die Stadt Wassenberg hatte traditionsgemäß ihre Neubürger ins Rathaus eingeladen: Gekommen war nur eine kleine Schar, die aber umso mehr ihre Interessen am neuen Lebensmittelpunkt einbringen konnte.

Die Neubürger erfuhren, dass Wassenberg eine wachsende Kommune sei, die bis zum Jahr 2030 (laut dem Amt für Statistik NRW) als einzige im Kreis einwohnermäßig keinen Rückgang zu verzeichnen haben werde. „Die Stadt Wassenberg hat keine großen Industrieansammlungen, sondern setzt mehr auf Tourismus und Erholung sowie auf die Steigerung der Lebensqualität“, legte Winkens auch das Augenmerk auf die Schwerpunkte der Stadtentwicklung.

Mit dem Hinweis auf die Umgestaltung der Innenstadt im Rahmen der Ortsumgehung durch den Neubau der Bundesstraße 221n sowie auf die Veranstaltungen zu Kunst, Kultur und Genuss auf dem Roßtorplatz oder rund um den Bergfried führte Manfred Winkens Beispiele für die Attraktivität der Stadt auf. Erholung am Effelder-Waldsee, Wandern im Birgelener Urwald, Radfahren an der Rur oder Geschichte erleben an historischen Stätten, seien weitere Beispiele dafür.

„Mehr als 1000 Personen nehmen mittlerweile im Jahr an den historischen Stadtführungen von Sepp Becker oder Walter Bienen vom Heimatverein teil“, betonte Winkens. Ebenso nachgefragt seien die mittelalterlichen Führungen und die Nachtführungen der Städteführerin Therese Wasch von Verein Westblicke, der Gästeführervereinigung im Kreis Heinsberg.

Der Wechsel des Lebensmittelpunktes in die Stadt Wassenberg sei privat und teilweise familiär veranlasst, ließen die Neubürger Einblicke in ihre Beweggründe zu. Bis auf einen Neubürger, der aus Schwalmtal (Hariksee) nach Wassenberg kam, seien alle anderen Anwesenden innerhalb des Kreises Heinsberg umgezogen.

Wie bewusst und aufmerksam die neue Heimat schon wahrgenommen wurde, erlebte Bürgermeister Winkens durch ganz konkrete Fragen mit kritischem Inhalt. Die reichten von der Frage, warum denn ein Windpark mitten im Wald geplant sei, über die Beobachtungen von Rasern innerhalb der Ortschaften und was die Stadt dagegen mache bis zu den Fragen, was mit der Hotelanlage auf dem Burgberg passieren werde?

Bürgermeister Winkens gab ausführliche Antworten und stellte die jeweiligen städtischen Vorgehensweisen zur Lösung der geschilderten Probleme dar. Das Gefühl, vom Bürgermeister und Verwaltung ernst genommen zu werden, bestätigten die Neubürger dem Rathaus-Chef mit ihren Rückmeldungen.

Ausgestattet mit Informationsmaterialien zur Stadt und den kommenden Veranstaltungen nahmen die Neubürger anschließend an einer historischen Stadtführung mit Sepp Becker teil.

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