Einige Überraschungen bei Karker Rabaue

Von: Anna Petra Thomas
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Die Prinzengarde ist eines der bedeutendsten Aushängeschilder der KG Karker Rabaue, schon wenn sie eindrucksvoll durch den Saal auf die Bühne marschiert. Foto: Anna Petra Thomas
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Selbst Akrobatik auf dem Einrad fehlte nicht beim Tanz zum Thema Harlekin der Gruppe „Bellissimo“. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Karken. Es waren so einige Überraschungen, die das Programm der KG „Karker Rabaue“ bei der Galasitzung in der Bürgerhalle Am Woom den Gästen bot. Sie waren auf Wunsch und sehr zur Freude der Gesellschaft zum Teil kostümiert zur Sitzung gekommen, was in früheren Jahren eher unüblich war.

Die erste Überraschung lieferte das Trommler- und Pfeiferkorps, das Prinz Frank II. und Prinzessin Michaela (Ehepaar Heckens) mit seinen Adjutanten Petra und Rolf Jöris, Dagmar Reiners und Rolf Wünsch auf die Bühne brachte. Ganz neu einstudiert präsentierte das Corps das bekannte Stück „Leev Marie“ von den Paveiern, das natürlich der ganze Saal gleich kräftig mitsang.

Ebenfalls ein Novum präsentierte Präsidentin Karolin Wünsch dann in den Reihen der Senatoren, die sie auf die Bühne eingeladen hatte. Siegfried Schulz, Bezirksbeamter der Polizei in Karken, wollte sein Amt aufgeben. Doch da sprang seine Frau Marita einfach ein. Ihr Mann habe ihr gesagt, ihm werde alles viel zu viel. „Da habe ich gesagt, mir ist alles viel zu wenig. Da wirst du demnächst der Gatte sein, und ich bin die Senatorin“, sprach sie selbstbewusst ins Mikrofon. „Immerhin bin ich ja auch die Karkenerin!“ Die Präsidentin freute so viel weibliche Unterstützung natürlich sehr und forderte zur Nachahmung auf.

Weniger erfreut war sie jedoch, dass der Pfarrer im Ort die Familienmesse für die Kommunionkinder auf den Termin der Sitzung gelegt hatte, so dass die jüngsten Gardetänzerinnen der Gesellschaft, die Blauen Funken, nicht vollzählig auf der Bühne antreten konnten. „Das ist schade, wo die Mädels doch ein ganzes Jahr für diesen großen Auftritt geprobt haben“, erklärte Karolin Wünsch. Die „Fünkchen“, die da waren, ließen sich jedoch nichts anmerken und legten ihren Auftritt unbeirrt hin, genau wie die kleine Tanzmarie Mia Prigge, gerade mal sieben Jahre alt. Den Aussetzer in der Musik nahm sie gelassen und startete einfach noch einmal von vorne.

Viel Tanz hatte auch das Stadtprinzenpaar, Prinz Elmar I. und Prinzessin Michaela (Ehepaar Dohmen) vom Schafhausener Karnevalsverein samt großem Gefolge mit nach Karken gebracht. Nach bejubelten Auftritten von Tanzmariechen Johanna Wölfer, vom Männerballett „Uniongeister“ und von der Showtanz-Gruppe „Avanti“ mit ihrem „Kasperle-Theater“ forderte der Prinz auch die Karkener auf, ihn bei der Rathauserstürmung am Karnevalssamstag und beim Cityzug am Tulpensonntag zu unterstützen.

Dass Karken vor allem in puncto Gardetanz um Nachwuchs nicht bangen muss, zeigten danach die Funken- und die Prinzengarde sowie nicht zuletzt Karkens zweites Mariechen Jill Heintel. Einziger Büttenredner im Programm war Franz-Josef Bienentreu von der KG Grün-Weiß Walsum. Seit 26 Jahren ist er nicht nur dort als Briefträger bekannt. Er teilt nicht nur die Post aus, sondern auch Scharfsinniges über seine Frau „Frigitte“ und so manch andere Prominenz. In Karken musste Präsidentin Karolin Wünsch wegen angeblich mangelnder Fähigkeiten im Straßenverkehr herhalten.

Stolz sind die Karkener Rabaue in puncto Tanz auch auf ihr Männerballett „Men in Jeck“, das sich erst im vergangenen Jahr aus den Reihen Karkener Fußballer gegründet hat und das mit einem Piratentanz die Herzen der Zuschauer eroberte. Gleich taten es ihnen Uwe Hillers und Manfred Schaffrath aus Myhl als „2 Lausbuben“ mit ihren Parodien über die viel zu kleine Rente, die Demenz oder den Schrecken der Ehe. „Vor der Ehe schenkt er Rosen und viel mehr, in der Ehe gibt er nicht mal mehr die Fernbedienung her“, sangen die beiden und endeten mit einer gelungenen Persiflage auf Heino als neuen Rockstar. „Wenn es Euch gefallen hat, sagt’s weiter, wenn nicht, sagt’s Eurem Hausarzt, der hat Schweigepflicht“, schmunzelte Hillers ins Publikum.

Akrobatisch eindrucksvoll präsentierte sich schließlich die Showtanzgruppe „Bellissimo“ mit ihrem Tanz zum Thema Harlekin, gefolgt von der Gruppe „Reloaded“, die schon ein bisschen Vorgefühl für den nächsten Sommer auf die Bühne brachte. Gut kam schließlich auch das Duo „Op Kölsch“ aus Wegberg an, dass nach fast fünf Stunden Programm mit seinen live gesungenen kölschen Liedern einen weiteren Höhepunkt im Saal genoss.

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