Eine spannende Reise mit dem Krokofil in die Welt der Fantasie

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
13886354.jpg
In der Marmormuschel sollten die Kinder der vierten Klasse in der Schreibwerkstatt hören können, wie es in ihrer eigenen Geschichte mit dem Krokofil weiterging, um sie dann selbst aufzuschreiben. Foto: Anna Petra Thomas
13886360.jpg
Nach den ersten und zweiten Klassen las Armin Pongs den Dritt- und Viertklässlern aus seinem zweiten Buch über das Krokofil vor. Passend dazu hatten die Kinder alle etwas Grünes angezogen.

Heinsberg-Dremmen. Lesen macht reich, da ist sich Kinderbuchautor Armin Pongs ganz sicher, und das vermittelt er auch allen Kindern, denen er auf seinen zahlreichen Lesereisen in Deutschlands Grundschulen begegnet. „Lesen macht reich an Bildern in Kopf“, sagt er. Mit dabei hat er dann seine Bücher über das Krokofil, das so ganz anders ist als all die anderen Krokodile.

Das Krokofil ist ein kleiner grüner Träumer, der an seine Träume glaubt und alles daran setzt, sie wahr zu machen.

Nach vier Jahren Pause war Pongs mit seinen Krokofil-Büchern jetzt wieder in der Marienschule in Dremmen zu Gast. Den Kindern aus dem ersten und zweiten Schuljahr las er vor aus seinem ersten Buch „Krokofil – Der Traumländer“. Die Dritt- und Viertklässler hörten aus dem zweiten Buch „Krokofil – Das Karussell der Farben“. Darin erfährt das Krokofil, dass es nicht alleine ist auf der Welt. Auf der Suche nach Prinzessin Anna Lucia, seiner besten Freundin, schließt er sich einer Karawane an. Er lernt die Farben und Düfte fremder Länder kennen und ihm begegnen Menschen und Tiere, die ihm helfen und denen er vertrauen kann.

Im marmorfarbenen Meer

Nach einer kurzen Pause gab es für die Viertklässler zusätzlich eine Schreibwerkstatt. Eindrucksvoll gelang es dem Autor dabei, die Kinder zunächst mitzunehmen in seine Welt der Fantasie mit einer Geschichte, die den jungen Zuhörern ganz echt erschien. „Vor vielen Jahren war ich einmal schwimmen im marmorfarbenen Meer in der Nähe von Troja“, erzählte Pongs. Beim Tauchen dort habe er die „Marmorschneckenhöhle“ entdeckt, in der alle Geschichten der Welt lagern würden.

Eine große Marmorschnecke aus dieser Höhle habe er mitgebracht, sagte er und zog sie aus seinem Korb. Aber auch viele kleine zauberte er daraus hervor, eine für jedes Kind. Einfach in die Muschel hineinzuhören und die Geschichte weiterzuschreiben, von der er ihnen die ersten drei Sätze diktierte, lautete die Aufgabe. Auf seiner Suche nach seiner Freundin, Prinzessin Anna Lucia, steckte das Krokofil in der Palastbibliothek des Felsenkönigs fest.

„Wie nur könnte er ins Land der schwarzen Augen gelangen, wo die Prinzessin jetzt lebte? Eines Tages…“, endete der Vorspann, den die Kinder jetzt weiterschreiben sollten mit einer Geschichte, für die Pongs einige Inhalte vorgab. So sollte das Krokofil in der Bibliothek sowohl einen Helfer als auch einen Geheimgang finden. Weiter sollte seine Reise über sieben Schneeberge und übers Meer gehen bis ins Land der schwarzen Augen.

Und tatsächlich folgten die Viertklässler dem Vorbild von Pongs. Sie hörten in ihre kleine Muschel hinein und schrieben an ihrer Geschichte. Bei Fragen stand ihnen der Autor hilfreich zur Seite. „Manchmal ist eine einfache Ermutigung oder ein kleiner kreativer Impuls schon der Schlüssel dazu, dass eine Schülerin oder ein Schüler plötzlich den besten Aufsatz seit langer Zeit verfasst“, sprach er aus Erfahrung.

Mondstein gegen ein Versprechen

Und natürlich versprach er auch eine Belohnung für das Schreibergebnis nach einer Stunde. „Wer zwei Seiten schreibt, erhält das Marmorschnecken-Autorenzertifikat“, sagte er. Für sieben Seiten sollte es sogar eine echte Marmorschnecke geben. Kein Wunder, dass sich da alle mit viel Eifer in einer mucksmäuschenstillen Schreibwerkstatt mit Füller und Tintenkiller an die Arbeit machten.

Schon zuvor hatte es für die Viertklässler wie auch für alle anderen Kinder der Schule als kleines Geschenk einen Mondstein mit Sternenstaub oder einen Schwimmstein gegeben – gegen das Versprechen, künftig mehr zu lesen und weniger fernzusehen. Und für jede Klasse gab‘s diesmal eine Lesemuschel, die sich jetzt immer der- oder diejenige umhängen darf, der in der Klasse gerade vorliest.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert