Eine russisch-deutsche Begegnung mit Kunst und Musik

Von: Anna Petra Thomas
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Kunst und Musik, hier mit Diana Koch am Klavier, präsentierten sich vereint mit Literatur im Heinsberger Rondell. Foto: anna

Heinsberg. „Klang der Seele“ lautete der Titel einer russisch-deutschen Begegnung mit Kunst, Literatur und Musik, zu dem die Jugendmusikschule Heinsberg und der Bildungs-, Sport-, und Kulturverein Kolorit zum Abschluss der Interkulturellen Woche ins Rondell im Heinsberger Klevchen eingeladen hatten.

Der Verein Kolorit wurde erst vor gut einem Jahr gegründet, von russischsprachigen Eltern in Hückelhoven und Erkelenz. Zusammengetragen hatten Verein und Schule für die Veranstaltung eine Collage unterschiedlicher Kunstformen, die in der Region gemeinsam mit sowie durch sogenannte Spätaussiedler oder andere Menschen mit russischsprachigem Migrationshintergrund gelebt wird.

Neben Schulleiter Theo Krings, der bemerkte, dass alleine zehn Prozent der Lehrer im Kollegium russischsprachig seien, begrüßte auch Heinsbergs stellvertretender Bürgermeister Albert Heitzer Künstler und Gäste des Abends. Er begann seine Rede mit einem Blick auf die aktuelle Flüchtlingssituation und betonte: „Gerade jetzt kommt es darauf an zu beweisen, wie stabil unsere Gesellschaft bereits ist, um Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus zu verhindern, gerade in Zeiten, wo viele Menschen Zuflucht in Deutschland suchen.“

Mit Blick auf die vielfältigen Aktivitäten des Vereins Kolorit fand Heitzer auch hier das Motto „Vielfalt gegen Einfalt“ bestens bestätigt. Die Migrationsgesellschaft müsse sich jedoch weiterhin ebenfalls vielfältigen Herausforderungen stellen, um den einfältigen Problemlösungsvorschlägen von Rechtspopulisten nicht das Feld zu überlassen, fügte er hinzu. „Dies ist eine Aufgabe, der wir uns alle stellen müssen, indem wir Flagge zeigen und für Toleranz eintreten.“

Mit dem gewählten Programm aus Literatur, Musik und bildender Kunst hätten auch die Jugendmusikschule und der Verein Kolorit das Motto punktgenau getroffen, schloss er seine Rede. Mit ihren Kunstwerken, die den Abend quasi einrahmten, hatten sich Marina Fritz, Ella Gilz, Elena Holm, Tatjana Rulew, Nina Singer und Elena Wegele am Programm beteiligt. Vor allem Ella Gilz war dabei im Laufe des Abends vielfach gefragt, ihre Brandmalerei zu erklären. In puncto Literatur stand nach einem in Deutsch und Russisch vorgetragenen Gedicht „Die Kunst des Übersetzens“ eine kurze Geschichte von Elena Hahnen im Mittelpunkt. „Das perfekte Dinner“ hieß sie und wurde vorgetragen von Maria Veltjens.

Den Abend eröffnet hatten zuvor zwei Lehrer der Jugendmusikschule. „Cantabile“ von Niccolo Paganini spielten Julius Meier (Geige) und Helena Hahn (Klavier). Mit „A la Albeniz“ von Rodion Shchedrin war ihnen im zweiten Teil des Abends noch einmal großer Applaus sicher. „Right here waiting“ von Richard Marx spielte Marc Anselm auf seiner Gitarre.

Auch den Abschluss des Abends präsentierte er zusammen mit Helena Hahn vierhändig am Klavier mit dem Walzer von Jewgeni Doga, aber zuvor zeigte der musikalische Nachwuchs, darunter Lukas Rinkens, Preisträger von „Jugend musiziert“, sein Können.

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