Eine knappe SMS über die eigene Geburt

Von: mb
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Begeisterten das gut 50-köpfige Publikum beim Literarischen Abend „Aufbruch“: die Mitglieder der Schreibwerkstatt 2 des Aktionskreises Wegberger Mühle. Foto: Monika Baltes

Wegberg. Autor Helmut Wichlatz war sehr zufrieden mit seinen Schützlingen. Sie hatten die Herausforderung gemeistert und ein gut 50-köpfiges Publikum mit ihren eigenen Geschichten, Gedanken und Gedichten beim Literarischen Abend „Aufbruch“ in der Wegberger Mühle gut unterhalten.

Seine Schützlinge, das sind Helma Beyer, Beate Fuchs, Gabriele Klein, Hedwig Klein, Margret Kohlen, Klara Schlömer, Brigitta Theißen-Werner und Maria Zohren. Sie alle gehören der Schreibwerkstatt 2 des Aktionskreises Wegberger Mühle an. Hedwig Klein hatte seinerzeit den Anstoß gegeben, für „Menschen, die schreiben wollen“, eine Schreibwerkstatt anzubieten. Der Andrang war schnell so groß, dass es zwei Werkstätten mit der Heimatadresse Wegberger Mühle gibt.

Die Schreibwerkstatt 2 entschied sich dabei für die Begleitung durch einen Profi. „Ich vermittle Theorie, biete Schreibübungen an und motiviere, über den eigenen Schatten zu springen“, erläuterte Wichlatz, denn „erzählen kann jeder und schreiben ist Handwerk.“ Aufbruch – ein Thema, das in vielen Variationen umgesetzt wurde: eine knappe SMS über die eigene Geburt, Beschreibungen eines schönen Sonntags, ein ganzes Leben in einem Gedicht.

Gedicht in nur elf Worten

Heitere, besinnliche, berührende Gedanken, gerne auch als „Elfchen“, einem knappen Gedicht in nur elf Worten. Anschließend widmete sich die Schreibwerkstatt den Themen „Suche“ und „Rückkehr“. Mit der freudigen Erwartung der Dreijährigen, als Vater aus dem Krieg zurückkehrt, einer Erzählung mit überraschendem Schluss und dem langen Weg der Flucht, der „Rückkehr zu neuen Ufern“, nahmen die Literaten das Publikum mit in die jüngere Vergangenheit.

Waren vor der Pause lediglich die Themen vorgegeben, wurde es im zweiten Teil konkreter. „Helmut Wichlatz ist der Mann, der uns fordert, herausfordert und unser Mann für Schnapsideen“, stimmte Moderatorin Hedwig Klein auf die schwierige Aufgabe ein, mit vorgegebenen Reimen zu dichten. Das jeweils letzte Wort jeder Gedichtzeile war als Rahmen vorgegeben. Dabei habe sie selber, erläuterte Klein lachend, einen zweiten Versuch gebraucht, um „romantischer“ zu werden. Völlig unterschiedlich auch die Geschichten, die vorgegebene Worte enthalten sollten und auf den ersten Blick eine eher verträumte Geschichte ergeben würden. Aber wenn Fantasie ins Spiel kommt, ist jede Wendung denkbar, wie das Publikum bald erfahren sollte. Für den gelungenen Einblick in die vielseitigen Arbeiten bedankten sich die Zuhörer mit herzlichem Applaus.

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